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Ich möchte mit einer wahren Geschichte anfangen, viele der älteren Generation werden ähnliches erlebt haben. Es war der 2.Weltkrieg, viele Menschen wurden vertrieben, mussten Existenzen aufgeben und haben Angehörige verloren. Viele Menschen waren unterwegs, die Geschichte von 2 Menschen die beide zu Fuß unterwegs waren hat mich immer sehr betroffen gemacht. Wir fangen mit der Frau an.

Die Frau, die damals noch ein Kind gewesen ist, hat ihren Vater nie richtig kennengelernt, auch einen ihrer Brüder hat der Krieg geholt. Die Kindheit war geprägt durch Angst und Unsicherheiten, Sie musste dabei zusehen wie Bomben ihre beste Freundin in Stücke zerrissen, sie musste verschimmelte Dinge essen um nicht auf der Flucht zu sterben und wurde nur unter Zwang durch die Regierung bei einer Familie aufgenommen und war wieder an einem Ort, an dem Sie keiner wollte.

Der Mann war bereits in die Hitlerjugend geholt worden mit 11 Jahren und musste bereits lernen, wie es ist seinem Führer zu dienen. Sein Vater starb auch im Krieg, die Russen fielen über Ostpreußen her und besetzten das Land. Arbeit war nicht da, Essen war nicht da und so zog er Mann jeden Tag los um bei den Russen essen zu klauen, immer unter Einsatz seines eigenen Lebens um seine Familie zu ernähren, mit 11-12 Jahren. Oft blieben nur Kartoffelschalen und trockenes Brot, man trank unreines Wasser und wurde krank, durch die Unterernährung wurde er krank und starb fast. Auch er wurde vertrieben und musste viele Kilometer laufen, hat viele schlimme Dinge erlebt und Menschen um sich herum sterben sehen.

Beide Personen sind zu ein und denselben Ort geflohen. Einem Ort der vom Krieg nicht betroffen war, die Menschen dort waren sehr feindselig gegenüber den Flüchtlingen, viele schliefen im Schuppen oder im Hühnerstall, da man Vorurteile hatte. Es war nicht die Angst, sondern oftmals einfach nur die Gier und der Blick auf sich selbst, der Menschen zu Monstern gemacht hat.

Das Pokalspiel in Chemnitz liegt schon wieder etwas zurück, das Spiel ging mit einem 2:0 Erfolg für uns zu Ende. In diversen Foren und auf Facebook muss ich vermehrt lesen, dass es doch NUR 2:0 ausgegangen ist. Dazu möchte ich gerne sagen, dass ich einen BVB gesehen habe, der diese Partie gegen leidenschaftliche Chemnitzer sehr ernsthaft angegangen ist und eine konzentrierte Leistung gebracht hat. Man ist auch vor, während und nach dem Spiel sehr respektvoll mit Chemnitz umgegangen, und wir als Fans sollten selbiges tun und das Ergebnis nicht schlecht reden. Wir können uns nur bei Chemnitz für die Gastfreundschaft bedanken die wir erlebt haben und kommen gerne wieder.

Weniger Respektvoll ging es dabei auf anderen Plätzen zu.

Ich gebe ja zu, der Gedanke, dass Thomas Tuchel neuer Trainer wird, ging mir nicht so recht runter. Ein guter Trainer, ja, der aus ziemlich kleinen Mitteln ziemlich viel macht. Akribisch wird er bezeichnet, autoritär, ergebnisorientiert. Alles wichtige Eigenschaften für einen Trainer. Trotzdem hatte seine Verpflichtung ein „Geschmäckle“, wie man bei uns im Süden sagt. Man isst es, aber der Genuss hält sich in Grenzen.

Wer weiß, vielleicht war es der Schmerz darüber, dass der beste Trainer, den unser Verein je seinen Übungsleiter nennen durfte, gegangen ist. Und auch Enttäuschung. Es fühlte sich an, als würde er das Handtuch werfen, aufgeben. Das war man von ihm nicht gewohnt. Vielleicht war es auch gar nicht so. Vielleicht hat er wirklich den Draht zur Mannschaft verloren gehabt oder war mit seinem Latein am Ende. Ich für meinen Teil dachte, er würde nochmal durchstarten in der nächsten Saison. Dass er sich dagegen entschieden hat fiel ihm wahrscheinlich am schwersten. Daher auch Respekt und danke für die Entscheidung.

Beispiele wie Thomas Schaaf zeigen, dass es schädlich ist, einer Ära wegen ein halbtotes Konstrukt aufrecht zu erhalten. So hart es auch klingt: Manchmal ist es besser, wenn man die Kuh schießt, wenn sie keine Milch mehr gibt, statt sie künstlich am Leben zu halten. Am schmerzfreiesten ist es natürlich, wenn die Kuh selbst realisiert, dass sie gehen sollte. Egal, was die Fans sagen. Denn Thomas Schaaf und Konsorten lauschten den Fans und gaben nach. Die sportliche Talfahrt ab 2010 war das Ergebnis.

Wir führten ein Interview mit dem TV-Moderatoren Matthias Killing. Matthias ist Schalke Fan und wurde unter anderem auch zu unserem offenen Brief befragt. 

Der offene Brief, der auch Thema bei Sat.1 17:30 gewesen ist hat große Wellen geschlagen. Das ein Fanclub des BVBs den Schalkern die Hand reicht um damit ein respektvolles miteinander zu erreichen gab es zuvor noch nicht. War der Vormarsch gewagt? Wie stehst Du dazu?

Matthias Killing:
Ich finde, das ist genau der richtige Vormarsch. Als bekennender Schalker ist es in meinem Leben übrigens auch so, dass ich viele Freunde habe, die BVB-Fans sind. Ich habe oft und sehr gerne in Dortmund gearbeitet und habe immer großen Respekt gehabt vor der Entwicklung, die der BVB in den vergangenen Jahren genommen hat. Und: ich bin ein Kind des Ruhrpotts, geboren und aufgewachsen in Hagen. Ich bin eh der Meinung, dass wir im Ruhrgebiet alle zusammen halten sollten. Ich bin großer Fan eines respektvollen Miteinanders, deshalb finde ich den Vorstoß toll. Respekt dafür!

Als Schalke Fan hat man immer einen etwas anderen Blick auf den BVB. Wie siehst Du dort die aktuelle Situation?

Matthias Killing:
Sehr spannend. Mit Thomas Tuchel hat der BVB einen neuen Trainer, der die vielleicht größten Trainer-Fußstapfen aller Zeiten in Dortmund füllen muss. Aber: ich finde er ist ein toller Trainer, der in Mainz eine Menge bewegt hat. Wenn er das auch in Dortmund umsetzen kann - dann wird es riesig. Aber: er ist kein Entertainer wie Kloppo, daran werden sich die Dortmunder gewöhnen müssen. Wirtschaftlich ist es vorbildlich was in Dortmund passiert ist - da müssen wir Schalker sogar mit großem Respekt nach Dortmund schauen. Und die Stimmung im Stadion? Fast so gut wie bei uns… (lacht)

80.645 Plätze fasst unser Westfalenstadion, aber oftmals sind mehr zahlende Kunden vor Ort als man beim BVB zu denken glaubt. Wie kann so etwas sein ?
BVB Tickets sind heißbegehrte Ware! Bei Viagogo, Ebay und diverser anderer Portale sind die Karten schnell vergriffen und die Verkäufer machen ordentlich Kasse. Das nervt die Fans, das nervt den BVB und das nervt auch die Käufer, die gerne für den Originalpreis das Stadion besucht hätten.
Aber ja, es geht noch dreister! Das die Ordner in Dortmund nicht den besten Ruf genießen ist bekannt, zu lasche Kontrollen und hier und da mal Privilegien für Ultras sind keine Seltenheit. Auch das die Ordner dich mit Tickets auf die Süd lassen, die nicht für die Süd gedacht sind ist auch bekannt.
Ordner kassieren Karten ein

Viele Fans im Stadion haben sich schon immer mal gefragt, warum 2-3 Ordner die bereits entwerteten Karten einsammeln und damit für kurze Zeit verschwinden. Niemand muss seine Karte abgeben, aber viele tun es weil sie es nicht wissen. Was dann mit der Karte passiert, weiß Niemand.
Die Karte wird nochmals verwendet und durch den Ordner wieder vollwertig gemacht. Kosten für den Käufer liegen bei 25-100 Euro pro Stehplatzkarte. Ein Spiel gegen Bayern, Schalke, Madrid oder Barcelona kann so gerne mal 100 Euro kosten. Das Geld wird diskret übergeben und der Ordner tut ordentlich was für die Urlaubskasse. Im Schnitt werden pro Spieltag 20-30 Karten verkauft durch die Ordner, das macht bei einem Topspiel mal eben so 3000€ die auf dem Rücken des BVBs verdient werden.