Analyse = 1. FC Rielasingen-Arlen - Borussia Dortmund 0:4 (0:2)

Dieses Thema im Forum "Fabis Anna Lyse!" wurde erstellt von Gast, 31. August 2017.

  1. Gast

    Gast Besuch

    „Dreifach“meyang und Fan-Liebling Bartra schießen Dortmund in die zweite Pokalrunde

    Der erste Schritt in Richtung Pokalfinale im Mai 2018 in Berlin ist geschafft. In der ersten Runde des DFB-Pokals gewann der BVB mit dem neuen Cheftrainer Bosz, nach einer durchschnittlichen Mannschaftsleistung das Duell gegen den unterklassigen Verein 1. FC Rielasingen-Arlen. In der zweiten Pokalrunde spielt der BVB gegen den Drittligisten 1. FC Magdeburg – das Spiel findet am Dienstag, den 24. Oktober 2017 um 20:45 Uhr in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts statt.

    Die personelle Situation beim BVB

    Größer kann ein Lazarett, wie bei Borussia Dortmund, fast nicht mehr werden – oder man richtet eine zweite Krankenstation ein. Das Pokalspiel war das zweite Pflichtspiel der Spielzeit 2017/2018 gewesen und BVB-Coach Bosz, der als Nachfolger für Tuchel von Ajax Amsterdam und für eine Ablösesumme im niedrigen, einstelligen Bereich, verpflichtet wurde, musste verletzungsbedingt auf insgesamt „09“-Spieler verzichten.

    Reus fällt bis Ende des Jahres aufgrund eines Kreuzband-Teilrisses, den er sich im Pokalfinale zugezogen hatte, aus; Schmelzer erlitt in der Sommervorbereitung einen Außenband-Teilriss; Guerreiro fehlte aufgrund eines Knöchelbruchs, den er sich im Confed-Cup im Trikot von Portugal zugezogen hatte (die Teamärzte von Portugal stellten eine Prellung fest – in Dortmund stellte der Teamarzt Dr. Braun die schwere Verletzung fest); Weigl fehlte wegen eines Gelenkbuchs, den er im vorletzten Ligaspieler der letzten Saison in Augsburg erlitten hatte. Des Weiteren fielen Rode (Faserriss), Durm (muskuläre Probleme), Götze (individuelle Belastungssteuerung) und Pulisic (muskuläre Beschwerden) aus. Neuzugang Toprak, der für etwas mehr als 10 Millionen Euro vom Ligakonkurrent Bayer 04 Leverkusen geholt wurde, zog sich im Testspiel gegen Rot-Weiss Erfurt ein paar Tage zuvor einen Nasenbeinbruch zu und stand ebenfalls nicht zur Verfügung.

    Für das Pokalspiel nominierte Bosz „03+01“-Spieler nicht – Park (Abstellung zur U23), Larsen, Mor (Verhandlung wegen eines Vereinswechsels) und Dembélé (Suspendierung). Die Suspendierung von Dembélé resultierte sich daraus, dass der Spieler wenige Tage vor dem Pokalspiel unentschuldigt dem Training fernblieb, um einen Wechsel zum FC Barcelona zu provozieren – die BVB-Bosse Watzke und Zorc suspendierten Dembélé bis auf Weiteres und „brummten“ ihn eine hohe Geldstrafe auf.

    Die Startelf beim BVB

    Gegenüber der knappen und unglücklichen Niederlage im Supercup gegen die Roten aus dem Süden, bei dem der BVB, wie so oft, stark benachteiligt wurde, änderte Dortmunds neuer Trainer Bosz die Startelf auf 3 Positionen um – anstelle von Zagadou (ablösefreier Neuzugang von der zweiten Mannschaft von Paris St. Germain), Dembélé, und Pulisic rückten Schürrle, Philipp (20-Millionen-Einkauf vom SC Freiburg) und überraschend Beste von der U19 des BVB´s in die Anfangself. Und so startete der BVB die Mission DFB-Pokal-Titelverteidigung: Bürki – Piszczek, Sokratis, Bartra, Beste – Sahin, Castro, Dahoud – Philipp, Schürrle – Aubameyang.

    Der Spielverlauf – Erste Halbzeit

    Pünktlich um 15:30 Uhr, also zur besten Fußballzeit, pfiff der Leiter der Partie, Dietz, die Pokalbegegnung zwischen den Sechsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen und den Bundesligisten und Titelverteidiger Borussia Dortmund an. Das Spiel fand in der Heimstätte des SC Freiburg statt. Das Stadion war mit knapp 24.000 Zuschauern so gut wie ausverkauft; gut 5.000 – 6.000 BVB-Fans feuerten ihre Mannschaft an.

    Der BVB, bei dem Sokratis die Kapitänsbinde trug, führte den Anstoß aus. Auf der Dortmunder Ersatzbank saßen Weidenfeller, Zagadou, Subotic, Passlack, Kagawa und Isak. Zu Spielbeginn war es wetterbedingt leicht bewölkt, trocken und die Temperatur lag bei über 20 Grad. Der BVB agierte von Beginn an unter dem neuen Coach Bosz im 4 – 3 – 3 – System. Dieses System wird der BVB in der neuen Spielzeit vorrangig spielen. Im Tor stand Bürki und die Vierer-Abwehrkette bekleideten Piszczek, Sokratis, Bartra und Beste. Beste nahm an der Sommervorbereitung auf die neue Spielzeit mit teil, überzeugte in den Testspielen, wo er zum Einsatz kam und feierte mit dem Startelfeinsatz im Pokalspiel sein Profidebüt. Im zentralen Mittelfeld spielten Sahin, Castro und Neuzugang Dahoud, der für etwas mehr als 10 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach kam. In der Spitze agierten von rechts nach links Philipp, Aubameyang und Schürrle.

    Von der ersten Sekunde an versuchte Dortmund nach vorne zu spielen, um den Sechsligist keinen Glauben an einer Sensation zu schenken. In der zweiten Spielminute gab es die erste Offensivaktion des BVB´s – Piszczek wurde rechts außen angespielt, brachte den Ball in den Strafraum hinein und Aubameyang setzte das Leder per Kopf links neben den Kasten. Eine Minute später wurde Beste auf der linken Mittelfeldhälfte gefoult; den fälligen Freistoß führte Dahoud aus, schoss das Leder in den Strafraum, wo Philipp zum Kopfball kam und den Ball ebenfalls neben das Tor setzte. Beim Klärungsversuch mit der Faust, traf der Keeper des Verbandsligisten den Dortmunder im Gesicht, genauer gesagt auf die Nase und der Neuzugang von Freiburg musste daraufhin behandelt werden. Philipp konnte die Partie aber fortsetzen.

    Der Verbandsligist versteckte sich in der Anfangsphase keinesfalls und spielte durchaus mutig mit. Bei Ballbesitz des BVB´s verteidigte Rielasingen-Arlen in einem 5 - 4 - 1 - System und lauerte auf Fehler der Schwarz-Gelben, um anschließend per Konter nach vorne zu spielen. In der 10. Spielminute hatte Dortmund binnen weniger Sekunden drei Eckstöße – nicht einmal entstand etwas Gefährliches daraus. Auffällig war, dass in der Anfangsphase bei Dortmund vieles über die linke Seite, in der Person von Beste, lief. Der ganz junge BVB-Spieler agierte sehr spielfreudig, trat couragiert auf und versuchte, Angriffe seiner Mannschaft zu produzieren und einzuleiten. In der 11. Spielminute gab Bartra aus der zweiten Reihe einen gut getretenen Torschuss ab, aber der Ball wurde von einem Abwehrspieler des Sechsligisten abgefälscht und vom Keeper Klose zur Ecke pariert, die aber für die Borussia nichts einbrachte. Eine Minute später war es dann, sehr zur Freude aller BVB-Anhänger, soweit und Schwarz-Gelb ging in Führung.

    0:1 Bartra (12. Spielminute)
    = Sahin, der Chef im zentralen Mittelfeld, wurde angespielt, leitete den Ball hoch und punktgenau rechts raus zu Beste, der noch ein paar Schritte ging, den Ball flach in den Strafraum passte und auf Höhe des ersten Pfosten agierte Bartra, wie im Stile eines Stürmers, blitzschnell, setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und spitzelte das Leder aus wenigen Metern ins Gehäuse des Verbandsligisten.

    Da war sie die früh erhoffte Führung für den BVB. Dortmund machte danach das einzig richtige, spielte weiter nach vorne und versuchte mit einem schnellen zweiten Treffer eine schnelle Vorentscheidung herbei zu führen. In der Spielminute 15 hatte Aubameyang, bei dem es wochenlang Spekulationen über einen Wechsel, unter anderen nach China, gab, die große Chance zum 2:0. Schürrle auf der linken Seite flankte das Leder in den Strafraum; über kurze Umwege gelang der Ball bei Dahoud, der aus zentraler Position kurz vor der Strafraumlinie, das Spielgerät nach vorne köpfte und Aubameyang schoss den Ball direkt auf das Tor, aber Klose, der Keeper des Gastgebers, parierte den Abschluss stark.

    Nach mehr als einer Viertelstunde Spielzeit agierte der BVB sehr konzentriert, seriös und professionell. Des Weiteren bestimmte der BVB die Partie und der Verbandsligist tat aber alles dafür, um nicht frühzeitig klar auf der Verliererstraße zu sein. Nach 20 Minuten ließ es der BVB etwas ruhiger angehen – man diktierte weiter das Geschehen auf dem Rasen, ohne groß aufzuspielen. Dortmund tat mehr oder weniger nur noch das Nötigste und ließ den unterklassigen Verein dennoch keine Chance. Rielasingen-Arlen lauerte weiterhin auf Fehler vom BVB, um Konteraktionen herauszuspielen. Auffällig war, dass etliche Zuspiele bei Dortmund ungenau und unpräzise gespielt wurden. Dortmund spielte viel um den Strafraum des Gastgebers herum, fand aber kaum eine Lücke gegen einen tiefstehenden Gegner.

    In der 26. Spielminute gab es den ersten Angriff des Sechsligisten in Form eines Konter und dieser wurde gleich gefährlich – nachdem ein Offensivspieler von Rielasingen-Arlen angespielt wurde, drang dieser im Lauf- und Zweikampfduell gegen Piszczek in die linke Strafraumhälfte ein und zog ab; Piszczek fälschte die Kugel so ab, sodass der Ball in Richtung des langen Pfostens flog und Bürki musste sich mächtig strecken, um den Ball zu parieren. Im Anschluss konnte der BVB die Situation klären und bereinigen. Kurz darauf gaben Castro und Philipp jeweils einen Torschuss ab, aber beide Male wurde das Tor verfehlt.

    Nach einer halben Stunde Spielzeit war der BVB zwar weiter die tonangebende Mannschaft, ließ es aber spielerisch gemäßlich und ruhig angehen. In der 33. Spielminute spielte Sahin seinen Teamkollegen Piszczek an, der das Leder per Kopf in die Strafraummitte ablegte und dort kam Philipp zu einem guten Torschuss, aber sein Versuch wurde von einem Abwehrspieler des Verbandsligisten abgeblockt. Gut 10 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit konnte man feststellen, dass Dortmund sich oft an der gegnerischen Abwehr verfing und kein Durchkommen fand. Des Weiteren war im Dortmunder Spiel wenig Struktur und System zu erkennen. Von der „Handschrift“ des neuen Trainers Bosz war wenig bis gar nichts zu sehen. Dortmund spielte mit sehr viel Sicherheit und ein richtiger Spielfluss kam nicht zustande. Im letzten Drittel der Angriffe agierte der BVB sehr behäbig, unkreativ und ideenlos. Somit war das 1:0-Resultat, gut fünf Minuten vor der Pause für Dortmund sehr schwach gewesen. Gegen einen Gegner aus der 6. Liga muss spielerisch mehr kommen, auch wenn man sich noch ganz am Anfang der Saison befindet. Dortmund überzeugte in keinster Weise und bot eine eher schwache Mannschaftsleistung ab.

    In der 40. Spielminute sahen die Zuschauer im Freiburger Stadion und die Fernsehzuschauer vor den TV-Bildschirmen einen sehr gelungenen Dortmunder Angriff. Sokratis schlug, weit in der eigenen Hälfte, den Ball hoch und weit nach vorne; nahe der Strafraumlinie, halbrechte Position, leitete Aubameyang die Kugel perfekt in den Lauf von Phlipp weiter und der Offensivallrounder drang in den Strafraum ein, versuchte am gegnerischen Keeper vorbei zu rennen, wurde aber vom Torwart gefoult und zu Fall gebracht. Schiri Dietz zögerte keinen Augenblick und zeigte auf den Strafstoßpunkt. Der BVB erhielt zu Recht einen Foulelfmeter und Klose bekam die gelbe Karte, was völlig in Ordnung war. Aubameyang übernahm anschließend die Verantwortung, legte sich die Kugel auf den Elfmeterpunkt und wenige Augenblicke später jubelten er, seinen Mannschaftskollegen, sowie alle BVB-Anhänger und Dortmund erhöhte auf 2:0.

    0:2 Aubameyang (41. Spielminute – Foulelfmeter)
    = Der Gabuner lief an und schoss das Leder sicher, humorlos und halbrechts hoch in das Tor des Sechsligisten; Keeper Klose blieb chancenlos und konnte den Gegentreffer nicht verhindern.

    Kurz vor der Pause hatte der BVB einen beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung. Zwei Minuten nach dem Aubameyang-Tor köpfte ein Defensivspieler von Rielasingen-Arlen nach einer Dortmunder Hereingabe in den Strafraum den Ball per Klärungsversuch in die Beine von Dahoud und der Neuzugang zog aus gut 17 Metern, leicht zentrale Position ab und die Kugel verfehlte das Tor nur knapp. Danach passierte in der ersten Hälfte nichts mehr und nach 46 Minuten, es gab eine Minute Nachspielzeit, pfiff Schiri Dietz zur Halbzeitpause und der BVB führte mit 2:0.

    Der Spielverlauf – Zweite Halbzeit

    Mit Anstoß für den Sechsligisten und ohne Spielerwechsel auf Seiten der Dortmunder ging es in die zweiten 45 Minuten. Und der zweite Durchgang begann sehr schwungvoll und zwar von beiden Mannschaften. Bereits nach 30 Sekunden nach Wiederanpfiff konterte Rielasingen-Arlen und am Ende schoss ein Offensivspieler des unterklassigen Vereins aus der zweiten Reihe das Leder auf das Tor, aber Bürki konnte das Leder sicher halten. Gut eine Minute später erzielte der BVB, in der Person von Schürrle, das dritte Borussen-Tor, aber der Treffer wurde zu Recht nicht anerkannt; Aubameyang wurde angespielt, leitete die Kugel sofort zu Schürrle weiter, der mit einem Schuss Arlens-Keeper Klose überwand, aber Schürrle stand beim Pass von Aubameyang im Abseits.

    Und der BVB blieb nun weiter dran und drückte frühzeitig auf das dritte, reguläre, Tor. Eine Minute nach dem Abseitstor von Schürrle, wurde erneut Aubameyang angespielt, legte den Ball gut für Dahoud ab und der Neuzugang zog einfach mal ab und setzte das Leder knapp rechts neben den Kasten. Wiederum nur eine Minute später hatte dann Aubameyang die große Chance zum 3:0 für Schwarz-Gelb – der weiterhin sehr agile Beste wurde von einem Mitspieler auf der linken Offensivseite angespielt, flankte das Leder anschließend stark in den Strafraum, wo Aubameyang einen tollen Kopfball auf das Tor brachte, aber Klose parierte die Chancen hervorragend, lenkte den Ball um das Tor herum und verhinderte mit der tollen Tat den dritten Gegentreffer seiner Mannschaft; die anschließende Ecke brachte für den BVB nichts ein.

    In der 50. Spielminute, also eine Minute nach der Großchance von Aubameyang, spielte der Verbandsligist wieder mal nach vorne und kam am Ende aus halbrechter Position durch einen Offensivspieler zum nächsten Torschuss, aber Bürki hielt den Abschluss sicher. Es war ein sehr munterer Auftakt im zweiten Spielabschnitt gewesen – Dortmund drängte auf das dritte Tor und Rielasingen-Arlen mobilisierte noch einmal alle Kräfte, um mit einem wo möglichen Anschlusstreffer Spannung in die Partie zu bringen.

    In der 53. Spielminute trug der Gastgeber den nächsten Angriff vor – nachdem der BVB im eigenen Strafraum unzureichend klärte, kam ein Spieler vom Gastgeber zum Abschluss, aber erneut war Bürki zur Stelle und hielt den Ball sicher. Der BVB ließ in den ersten acht Minuten der zweiten Hälfte drei Torschüsse zu – zu viel gegen einen Fußballverein aus der sechsten Liga. Dortmund ließ zu viel zu und die Defensive zeigte immer mal wieder Schwächen und Schwankungen.

    In Spielminute 55 passte Dahoud den Ball über links in den Strafraum, aber auf Höhe des zweiten Pfostens brachte Aubameyang, der völlig frei war, aus wenigen Metern, nur ein Schüsschen zustande, sodass Klose, der Keeper von Rielasingen-Arlen, beim Halten keine Probleme hatte. Wenige Augenblicke später machte es Aubameyang dann besser und der BVB sorgte mit dem dritten Treffer für die Vorentscheidung im Erstrundenmatch im DFB-Pokal.

    0:3 Aubameyang (56. Spielminute)
    = Der Gastgeber rückte einmal komplett vor, verlor den Ball und wurde vom BVB eiskalt bestraft. Kurz vor der Mittellinie kam Dahoud nach einem Ballverlust von Rielasingen-Arlen an den Ball, schaltete blitzschnell um und passte die Kugel flach nach vorn zu Aubameyang. Dortmunds Topstürmer nahm die Kugel an, rannte los, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, tauchte dann frei vor Klose auf und „chippte“ den Ball lässig und locker über den Keeper drüber und der Ball landete im Tor.

    Gut 35 Minuten vor Ende der Partie war das Spiel entschieden und Aubameyang machte da weiter, wo er letzte Saison aufgehört hatte und was er am besten kann – Tore schießen. Und der BVB ließ nun nicht mehr locker und versuchte, noch weitere Treffer zu erzielen. Eine Minute nach dem 3:0 spielte Beste, der als Linksverteidiger insgesamt eine sehr ordentliche Partie ablieferte, Schürrle an, der im Strafraum, linke Position, zu einer guten Einzelaktion kam, in dem er an seinen Gegenspieler vorbeiging und aus ganz spitzen Winkel, nahe der Torauslinie, auf das Tor schoss; Klose ließ den Ball nur abklatschen und nur der Pfosten rettet Rielasingen-Arlen vor dem nächsten Gegentreffer; im Nachfassen hatte der Schlussmann des Gastgebers den Ball sicher.

    In der 61. Spielminute folgte der erste Wechsel beim BVB – Kagawa kam für den schwachen Schürrle in die Partie. Und der Japaner wurde von den zahlreichen BVB-Fans im Stadion lautstark mit „Kagawa Shinji“-Rufen begrüßt. Die Freude der Dortmunder Fans hatte sicherlich damit zu tun, dass Kagawa Mitte Juli seinen Vertrag beim BVB bis 2020 verlängert hatte.

    In der 63. Spielminute verpasste Bartra um „Haaresbreite“ seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag – nachdem der Abwehrspieler bei einem Dortmunder Angriff angespielt wurde, zog Bartra aus 20 Metern, leicht zentrale Position ab und die Kugel ging nur ganz knapp am Tor vorbei. 25 Minuten vor Spielende war der BVB die klar spielbestimmende Mannschaft und beim Sechsligisten merkte man das Eintreten der Kraftlosigkeit und Müdigkeit an. Dortmund spielte im Gegensatz zu ersten Hälfte besseren Fußball und die Angriffe wurden schneller und mit einem höheren Tempo herausgespielt. So schaffte es der BVB auch, die Hintermannschaft von Rielasingen-Arlen zu überspielen und kam immer öfter zum Abschluss. Beste war es dann gewesen, der die nächste BVB-Chance einleitete. Der junge BVB-Akteur flankte den Ball von der linken Seite aus in den Strafraum, wo ein Defensivspieler von Rielasingen-Arlen beim Klärungsversuch einen Querschläger schlug, und am Ende kam Philpp aus wenigen Metern zum Torschuss, setzte den Ball aber neben den Kasten.

    Und dann, in der 67. Spielminute hatte der Verbandsligist bei einem Konter die große Gelegenheit zum 1:3 – drei Spieler des Gastgebers gegen einen Defensivspieler von Dortmund lautete das Duell; am Ende wurde auf der halbrechten Seite ein Offensivspieler angespielt und anstatt den Ball quer zu legen zum freien Mitspieler, schoss der ballführende Spieler selber und jagte den Ball über den Kasten von Bürki.

    Stehen Abwehrspieler beim BVB zu hoch und der Gegner kommt durch ein Fehler bzw. durch Ballverlust an die Murmel und kontert blitzschnell nach vorne, so wird Dortmund, egal ob es gegen ein Top-Klub ist oder ein unterklassiger Verein ist, richtig große Probleme im Defensivbereich bekommen. Im Grunde genommen darf sich der BVB, wenn die Defensivspieler extrem hoch stehen, z.B. nahe der Mittellinie oder gar in der gegnerischen Hälfte, keine Fehler in Form von Ballverlusten oder Fehlpässen erlauben. Der Gegner hätte dann viel Platz und Raum zum kontern und der BVB müsste erst von Offensive auf Defensive umschalten, was aber noch kaum gelingt.

    In der 68. Spielminute wurde Sahin angespielt und feuerte das Leder per Volleyschuss aus gut 20 Metern, zentrale Position, ab und der Ball flog an den Außenpfosten und von dort aus ins Aus. Ein toller Schuss von Sahin, der unter Bosz eine sehr gute Sommervorbereitung hatte. Nur leider wurde sein Versuch nicht mit einem Tor belohnt. Dortmund spielte weiter nach vorne und drängte auf den nächsten Treffer. Zwar versuchte Rielasingen-Arlen ab und zu für Entlastung zu sorgen, aber die Beine wurden immer schwerer und die Kraft ließ immer mehr nach.

    In der 72. Spielminute wurde Sahin, der ganz klar der Chef im Mittelfeld war, ausgewechselt und Isak kam in die Partie. Isak, der junge Schwede, wurde im Winter dieses Jahres für ca. 10 Millionen Euro verpflichtet, spielte aber unter Tuchel nur ein einziges Mal und das für fünf Minuten im Pokalspiel gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte in der letzten Spielzeit.

    In den darauffolgenden Minuten passierte auf dem Spielfeld relativ wenig. Rielasingen-Arlen konnte kräfte- und tempomäßig mit Dortmund nicht mehr mithalten und der BVB begann, Kräfte zu schonen und ließ die Kugel ruhig und sicher in den eigenen Reihen laufen. 10 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit passierte es dann doch noch und der BVB erzielte den verdienten vierten Treffer.

    0:4 Aubameyang (80. Spielminute)
    = Dahoud wurde angespielt und zog aus halbrechter Position, nah der Strafraumlinie ab; sein Schuss wurde von einem Abwehrspieler von Rielasingen-Arlen abgeblockt und die Kugel fiel auf Höhe des Fünfmeterraumes runter. Aubameyang setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und überwand Klose mit einem sicheren Schuss aus Nahdistanz und der Ball ging ins Tor.

    Aubameyang schnürte einen Hattrick, aber sein dritter Treffer bzw. das 4:0 hätte nicht zählen dürfen. Beim Schuss von Dahoud stand der Gabuner im Abseits. Spielentscheidend war diese Szene für den Ausgang des Spiels nicht. Nun war die Partie endgültig gelaufen und der BVB konnte den Einzug in die nächste Pokalrunde feiern. Dortmund hatte aber anscheinend noch nicht genug und probierte weiterhin, Angriffe heraus zu spielen, um weitere Tore zu erzielen.

    In der 82. Spielminute „chippte“ ein Borussen-Akteur den Ball in den Strafraum, wo ein anderer Dortmunder den Ball quer legte und Aubameyang schoss das Leder aus kurzer Distanz über das Tor und verpasste somit seinen vierten Treffer in diesem Match.

    In der 85. Spielminute folgte der letzte Wechsel beim BVB – Passlack ersetzte den leicht angeschlagenen Philipp für die letzten Spielminuten.

    In der 86. Spielminute führte Beste eine Dortmunder Ecke aus und am ersten Pfosten stieg Aubameyang zum Kopfball hoch und lenkte die Kugel an den rechten Torpfosten; anschließend konnte der Gastgeber die Situation klären. Eine Minute später schoss Castro die Kugel aus zentraler Position auf das Gehäuse des Sechsligisten, Klose klatschte den Ball nach vorne ab, aber zum Nachschuss kam es auf Dortmunder Seite nicht. In den letzten Augenblicken der Partie und in der kurzen Nachspielzeit passierte nichts mehr auf den Rasen und nach 91 Minuten pfiff der Schiri Dietz die Pokalbegegnung ab und der BVB konnte sich über den Sieg und über den Einzug in die zweite Pokalrunde freuen.

    Die Leistung von Schiedsrichter C. Dietz

    Der Schiri und seine beiden Assistenten an der Seitenlinie lieferten bei der leicht zu leitenden Begegnung eine solide Leistung ab. Einziger Fehler des Schiedsrichtergespanns war die Anerkennung des Treffers für den BVB zum 4:0, welches aufgrund einer Abseitsposition durch Aubameyang erzielt wurde. Des Weiteren hätte Schiri Dietz ein, zwei gelbe Karten mehr für den Sechsligisten verteilen müssen. Richtig lag das Schiedsrichtergespann bei der Nichtanerkennung des Tores von Schürrle zu Beginn der zweiten Halbzeit.
    Schiedsrichternote = 3,0

    Meine persönliche Notenvergabe für die eingesetzten BVB-Spieler

    Bürki (3,0), Piszczek (3,5), Sokratis (3,0), Bartra (2,5), Beste (2,5), Sahin (3,0), Castro (4,0), Dahoud (3,5), Phlipp (4,5), Schürrle (5,0), Aubameyang (2,0) / Kagawa (3,0), Isak (3,5), Passlack (3,5)

    Der BVB-Spieler des Spiels
    Aubameyang
    = Dortmunds Top-Stürmer macht einfach da weiter, wo er letzte Saison aufgehört hat. Und wie so oft in der letzten Saison und auch jetzt fragte sich jeder BVB-Fan / jede BVB-Fan(in) – wo stünde der BVB ohne die Tore von Aubameyang. Gegen den Sechsligist erzielte der Gabuner ein Dreierpack und schoss den BVB fast im Alleingang in die nächste Pokalrunde. Der Gabuner ist und bleibt der Garant für viele schwarz-gelbe Tore und hoffen wir Fans, dass er auch in der neuen Spielzeit verletzungsfrei bleibt und den BVB zu vielen Siegen verhilft.

    Das nächste BVB-Spiel

    Nach dem erfolgreichen Pokalspiel wird es auch in der Bundesliga ernst für Borussia Dortmund. Am 01. Spieltag der Saison 2017/2018 in der Fußball-Bundesliga gastiert Schwarz-Gelb beim VFL Wolfsburg, der nur dank einer erfolgreich absolvierten Relegation gegen Eintracht Braunschweig, den Klassenerhalt schaffte. Die Partie findet am 19. August 2017 statt und wird um 15:30 Uhr angepfiffen.
     
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  2. Heinerich

    Heinerich Führungsspieler BFD - Vorstand

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