Analyse = Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 4:0 (1:0)

Dieses Thema im Forum "Fabis Anna Lyse!" wurde erstellt von FabiBVB09, 21. April 2018.

  1. FabiBVB09

    FabiBVB09 Führungsspieler

    Borussia Dortmund kann es doch noch = Fußball spielen, Tore schießen, Sieg einfahren

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    Na also – es geht doch, wenn man will – am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga besiegte Borussia Dortmund zu Hause die Gäste aus Leverkusen hochverdient mit 4:0. Der BVB wirkte dabei große Teile des Spiels wie ausgewechselt und zeigte eine sehr starke, geschlossene Mannschaftsleistung. Schwarz-Gelb hat gezeigt, dass sie kicken können und lieferte das beste Spiel im Jahr 2018 ab. Dortmund belegt nun in der Ligatabelle Platz 3 und hat bei einem Torverhältnis von 61:41-Toren insgesamt 54 Punkte.

    Die personelle Situation beim BVB
    Im vorletzten Heimspiel der Saison 2017/2018 musste BVB-Coach Stöger verletzungsbedingt auf Schürrle (Schlag auf dem Fuß), Kagawa (Sprunggelenksverletzung), Zagadou (Muskelverletzung), Durm (Außenbandriss Sprunggelenk), Rode (Reha nach Leisten-Operation), Guerreiro (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Batshuayi (Bänderriss im Sprunggelenk) verzichten. Die Spieler Isak und Schmelzer wurden für die Partie gegen Leverkusen nicht in den 18er-Kader nominiert.

    Die Startelf beim BVB
    Nach dem leblosen und schwachen Auftritt gegen die Blauen änderte Stöger die Startelf auf insgesamt vier Positionen. Schmelzer, Sahin, Dahoud und Batshuayi fielen aus der ersten Elf raus und Akanji, Weigl, Götze und Sancho rückten in die erste Elf hinein. Und so startete der BVB: Bürki – Piszczek, Sokratis, Toprak, Akanji – Weigl – Pulisic, Reus, Götze, Sancho – Philipp.

    Der Spielverlauf – Erste Halbzeit

    Pünktlich um 18:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Schmidt die Bundesligapartie zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen an. Unterstützt wurde Schmidt vom Video-Assistenten Perl. Witterungsbedingt war es perfekt zum Fußball spielen – sonnig, wolkenloser Himmel, windstill und über 20 Grad.

    Dortmund, bei dem Reus die Kapitänsbinde trug, führte den Anstoß aus und spielte im ersten Durchgang auf die legendäre Südtribüne. Der BVB agierte im 4-1-4-1-System – Bürki hütete den Kasten; die Viererabwehrkette bildeten Piszczek, Sokratis, Toprak und Akanji; das defensive Mittelfeld wurde von Weigl bekleidet; die Vierer-Offensivreihe bestand aus Pulisic, Reus, Götze und Sancho und im Sturm agierte Philipp. Auf der Dortmunder Auswechselbank saßen Weidenfeller, Toljan, Sahin, Dahoud, Castro, Gómez und Yarmolenko.

    In den ersten fünf Minuten verlief das Spiel relativ verhalten und ruhig ab, wobei aber die ballführende Mannschaft vom Gegner sehr früh und aggressiv gestört wurde. Mit dem ersten Angriff in diesem Spiel, welches von den Gästen durchgeführt wurde, wurde das Spiel lebhafter und vor allem ereignisreicher. Nach dem ein Dortmunder Angriff von Leverkusen geklärt werden konnte, konterten die Gäste nach vorne – am Ende kam Alario an den Ball und schoss diesen links im Strafraum rechts am Tor vorbei. Eine Minute später hatte Dortmund die erste gute Chance im Spiel – Sancho wurde auf links angespielt, passte zu Reus, der den Ball durchließ und Götze kam zum Torschuss und der Ball, der abgefälscht wurde, flog knapp über das Tor. Und mit dieser Torgelegenheit nahm das Spiel Fahrt auf – vor allem Schwarz-Gelb wurde von Minute zu Minute später.

    Nach 10 Minuten war es noch ein offenes Spiel gewesen, doch dies änderte sich mit der Großchance für den BVB in der elften Spielminute – über die Stationen Götze und Reus landete der Ball bei Sancho, tauchte völlig frei vor Leverkusens Ersatzkeeper Öczan auf, konnte ihn aber mit einem Flachschuss nicht überwinden und somit blieb es beim 0:0. Zwei Minuten später vollzog Dortmund den nächsten Angriff und dieser wurde erfolgreich zu Ende gespielt und die Heimelf ging in Führung.

    1:0 Sancho (13. Spielminute) = Götze spielte Pulisic an, der rechts, wenige Meter hinter der Mittellinie den Turbo anzündete, nach vorne und in die Mitte zog, den Ball per Diagonalpass zu Sancho spielte und der junge Spieler hatte erneut freie Schussbahn, da ein Gäste-Spieler vor ihm ausrutschte, und diesmal blieb der Engländer cool und schob den Ball mit einem überlegten Rechtsschuss an Öczan vorbei ins Tor.

    Da war sie die frühe Dortmunder Führung und Sancho erzielte sein erstes BVB-Tor. Eine Minute nach dem 1:0 trugen die Gäste einen Angriff vor – Brandt bediente Alario und sein Schuss wurde von einem BVB-Defensivspieler abgeblockt; nach der anschließenden Ecke, die Dortmund klären konnte, konterte die Heimelf nach vorne – am Ende steckte Sancho den Ball über die rechte Seite zu Pulisic durch, der im Strafraum zum Schuss kam, aber im letzten Moment wurde der Abschluss von einem Gäste-Spieler abgeblockt.

    Nach einer Viertelstunde Spielzeit war es ein sehr abwechslungs- und temporeiches Spiel gewesen. Vor allem Dortmund zeigte eine gute Leistung und war kaum wieder zu erkennen nach dem desaströsen Auftritt im Derby. Dortmund spielte mit viel Power, viel Druck, mit hohem Tempo und Bewegungen und es sah wieder mal nach Fußball aus, was die elf in den schwarz-gelb gekleideten Trikots spielten.

    Nach 20 Minuten war es ein Spiel gewesen, wo beide Mannschaften mit offenem Visier agierten – der BVB zeigte eine starke Leistung. Insbesondere Reus, Sancho, Götze und Pulisic wirbelten die Gäste-Abwehr phasenweise gehörig durcheinander. Und Akanji machte einen Klasse-Job als rechter Verteidiger – ein Schmelzer wurde nicht vermisst und saß zu Recht auf der Tribüne, wo er auch hingehört.

    Nach der Hälfte des ersten Durchgangs beruhigte sich das Spiel ein wenig und beide Mannschaften legten eine kleine Pause ein. In der 26. Spielminute zog Brandt auf Seiten von Leverkusen aus der Distanz ab, aber der Ball flog weit über das Tor. Dortmund spielte sehr aggressiv, hatte im Gegensatz zu Leverkusen deutlich mehr Zug zum Tor, aber im letzten Drittel fehlte bei einigen Angriffen die absolute Klarheit. Schwarz-Gelb zeigte auch ansehnlichen Kombinationsfußball, was in den letzten Wochen kaum gezeigt wurde.

    Nach 30 Minuten verzeichnete Dortmund ein Torschussverhältnis von 8:1-Torschüsse. In der 32. Spielminute führte Reus eine Ecke aus, Sokratis schraubte sich in der Strafraummitte hoch, köpfte den Ball auf das Tor, aber Öczan hielt den Ball sicher.

    Zwei Minuten später erzielte Dortmund das 2:0, aber der Treffer wurde aufgrund des Videobeweises nicht anerkannt. Nach einem tollen, weiten Ball von Toprak, köpfte Philipp im Strafraum den Ball quer zu Reus, der mit voller Wucht den Ball ins Tor hämmerte. Doch Philipp stand beim Pass von Toprak minimal im Abseits und so wurde der Treffer nicht gegeben.

    Drei Minuten später zeigte dann Schiri Schmidt auf den Elfmeterpunkt und es gab einen berechtigten Strafstoß für den BVB – Götze spielte auf rechts Pulisic an, der im Sechzehner von Retsos oben an der Schulter festgehalten und am Trikot gezogen wurde; Pulisic fiel zu Boden und dem Unparteiischen blieb keine andere Wahl, als auf dem Elfmeterpunkt zu zeigen. Reus schnappte sich den Ball, übernahm die Verantwortung, trat den fälligen Elfer an und verschoss – der gebürtige Dortmunder schoss den Ball nach links, Öczan ahnte die Ecke und hielt den Strafstoß.

    Ein nichtanerkanntes Tor, ein verschossener Elfer – anstatt 3:0, stand es weiterhin nur 1:0 für Dortmund. Eine Minute nach dem vergebenen Elfmeter kam Retsos auf halblinker Seite, gut 18 Meter vor dem Tor zum Schuss, aber der Ball ging über das Tor. Wenige Minuten vor der Pause konnte festgehalten werden, dass der BVB die klar aktivere Mannschaft war, aber nur mit einem Vorsprung in Front lag. In den letzten Minuten passierte dann nichts mehr auf dem Rasen und auch in der dreiminütigen Nachspielzeit gab es keine nennenswerten Szenen und somit führte Dortmund zur Pause mit 1:0.


    Der Spielverlauf – Zweite Halbzeit

    Mit Anstoß für Leverkusen und ohne Wechsel auf Dortmunder Seite ging es in die zweiten Minuten. Und in den ersten fünf Minuten bestimmten die Gäste das Spiel, aber zu einer Torchance kamen sie nicht.

    Die ersten zwei Möglichkeiten im zweiten Spielabschnitt hatte dann der BVB. Zunächst bediente Reus seinen Mannschaftskollegen Sancho, der über links nach vorne marschierte, es sich im Strafraum mit mehreren Gegenspieler zu tun hatte, aber den Ball noch Götze spielte, der aus wenigen Metern zum Abschluss kam, aber ein Gäste-Spieler klärte den Ball noch weit vor dem Tor. Wenige Augenblicke später spielte Weigl einen starken Pass zu Reus, der den Ball annahm, in einmal zu Boden fallen ließ, abzog und der Ball klatschte an die Torlatte. Reus war wirklich im Pech – erst wurde ein Treffer von ihm aberkannt, dann verschoss er einen Elfer und nun verhinderte die Latte einen Treffer. In der 54. Spielminute versuchte Havertz auf Seiten von Leverkusen sein Glück, aber sein Schuss aus 18 Metern, halbrechte Position, ging über das Tor. Eine Minute später fiel dann der zweite Treffer in diesem Spiel und dieser fiel für Schwarz-Gelb.

    2:0 Reus (55. Spielminute) = Weigl wurde angespielt, passte den Ball zu Götze, der den Ball ganz geschmeidig und super weiterleite zu Reus, der im Strafraum locker an den herausgestürmten Öczan vorbeiging und den Ball ins leere Tor schob.

    Da war das längst überfällige zweite BVB-Tor und Reus konnte doch noch jubeln. Und Dortmund blieb weiter am Drücker und versuchte, mit einem dritten Tor das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Drei Minuten nach dem 2:0 bediente Sancho seinen Kollegen Akanji, der aus zentraler Position abzog, aber Öczan hielt den Schuss sicher. Nach einer Stunde Spielzeit konnte man resümieren, dass Dortmund die klar bessere Mannschaft war und Leverkusens Abwehr viele Probleme hatte. Vor allem Sancho bekamen sie nicht in den Griff. In der 61. Spielminute führte Sancho eine Ecke aus und im Strafraum kam Piszczek zum Kopfball, aber der Ball flog über das Tor. In der 63. Spielminute fiel dann der dritte Treffer in dieser Partie und erneut konnte Schwarz-Gelb jubeln.

    3:0 Philipp (63. Spielminute) = Akanji spielte den Ball ganz stark zu Sancho, der den Ball mit ganzer großer Weltklasse an- und mitnahm, den Ball auf der linken Seite quer legte und im Strafraum kam Philipp zum Abschluss und schoss den Ball ins Tor.

    Wow – Borussia Dortmund kann ja doch noch richtig kicken – das wurde in den letzten Wochen gar nicht mehr gezeigt. Gut 25 Minuten vor dem Ende war das Spiel so gut wie entschieden und Dortmund lieferte eine sehr gute Leistung ab. In der 67. Spielminute brachte Brandt den Ball per Freistoß in den Strafraum, wo am Ende Toprak sich einen Kopfballquerschläger leistete und der Ball landete gefährlich auf das eigene Tor und Bürki klärte zur Sicherheit zur Ecke. Wenige Augenblicke später schoss Bellarabi den Ball auf das Tor, aber erneut war Bürki zur Stelle und hielt den Ball sicher.

    Danach folgte der erste Wechsel beim BVB – Dahoud kam für Pulisic in die Partie. In der 74. Spielminute hatten die Gäste die große Chance zum Anschlusstreffer – Henrichs bediente Brandt, der über die linke Offensivseite den Ball flach in den Strafraum spielte und dort kam Havertz zum Flachschuss, aber Bürki parierte ganz stark und verhinderte den Gegentreffer. Und dann, elf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erzielte Dortmund den nächsten Treffer und entschied das Spiel nun endgültig.

    4:0 Reus (79. Spielminute) = Über die Stationen Piszczek, Philipp, Dahoud, landete der Ball bei Sancho, der auf der linken Seite anschließend den Ball butterweich in den Strafraum schlug und am zweiten Pfosten kam Reus völlig frei zum Kopfball und netzte ein.

    Das Spiel war entschieden und Dortmund führte auch in der Höhe völlig verdient. In der 81. Spielminute kam Toljan für Philipp in die Partie. In der 86. Spielminute konterte Dortmund erneut im eigenen Stadion und am Ende kam Dahoud zum Schuss, aber der Ball ging über das Tor. Dann folgte der letzte Wechsel – Gómez kam für Reus ins Spiel und Piszczek übernahm die Kapitänsbinde. In den letzten Minuten passierte dann nichts mehr auf dem Rasen und pünktlich nach 90 Minuten pfiff Schiri Schmidt die Partie ab und Dortmund feierte einen 4:0-Heimsieg.


    Die Leistung von Schiedsrichter Markus Schmidt

    Schiedsrichter Schmidt und seine Assistenten lieferten eine sehr gute Leistung ab. Sie lagen bei allen Entscheidungen richtig und hatten auch wenig Mühe in einer sehr fairen Begegnung.
    Schiedsrichternote = 2,0

    Meine persönliche Notenvergabe für die eingesetzten BVB-Spieler
    Bürki (3,0), Piszczek (3,0), Sokratis (3,0), Toprak (3,0), Akanji (2,5), Weigl (3,0), Pulisic (2,5), Reus (1,0), Götze (2,5), Sancho (1,0), Philipp (3,0) / Dahoud (3,0), Toljan (3,0), Gómez (3,0)

    Die BVB-Spieler des Spiels
    Sancho und Reus = Beide BVB-Spieler lieferten eine sehr starke spielerische Leistung ab. Vor allem Sancho spielte groß auf und zeigte, was für ein großes Talent er ist. Der junge BVB-Akteur erzielte das 1:0 und bereitete noch zwei Treffer vor. Des Weiteren war er an ganz vielen Offensivaktionen beteiligt und zeigte mit vielen tollen Aktionen mit dem Ball, dass dieser sein „bester Freund“ ist. Bei Reus sah es zunächst nach einem Spiel aus, was von Pech geprägt war – aberkanntes Tor, verschossener Elfmeter, Lattenschuss, aber er gab nicht auf und erzielte noch zwei Treffer. Den beiden beim Fußball spielen zu zugucken, war eine wahre Freude.

    Das nächste BVB-Spiel

    Nach dem erfolgreichen Sieg gegen Leverkusen geht es für den BVB am Sonntag, den 29. April 2018 um 18:00 Uhr weiter. Dann gastiert Schwarz-Gelb bei Werder Bremen und mit einem weiteren Erfolg würde Dortmund einen großen Schritt in Richtung Champions-League machen.
     
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