Analyse = Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 6:1 (3:0)

Dieses Thema im Forum "Fabis Anna Lyse!" wurde erstellt von FabiBVB09, 24. September 2017.

  1. FabiBVB09

    FabiBVB09 Führungsspieler

    Schwarz-Gelber Gala-Abend mit Traumfußball und Traumtoren

    06 Spiele – 16 Punkte – 19:01 Tore – Borussia Dortmund ist in der Fußball-Bundesliga derzeit auf Überholspur und nicht zu stoppen. Am 06.Spieltag der höchsten deutschen Spielklasse deklassierte der BVB nach einer ganz starken Mannschaftsleistung die Gäste aus Borussia Mönchengladbach und feierte den fünften Sieg im sechsten Spiel. Borussia Dortmund glänzte mit tollem Offensivfußball und mit perfekt herausgespielten und wunderschönen Toren. Der BVB ist auf dem besten Weg, in der Bundesliga ein ernstzunehmender Titelkandidat zu werden und bleibt auch nach dem sechsten Ligaspiel hochverdient an der Tabellenspitze.

    Die personelle Situation beim BVB
    Drei BVB-Spieler konnten die Kranken- und Verletztenstation zum Glück wieder verlassen und waren fit für das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach, nämlich Toljan, Götze und Bartra. Dennoch musste BVB-Coach Bosz immer noch auf sechs Spieler verzichten – Schmelzer (Teilriss im Sprunggelenk, Reus (Kreuzbandteilriss), Guerreiro (Aufbautraining nach Knöchelbruch), Rode (Stressreaktion im Schambein), Durm (Reha nach Hüft-Operation) und Schürrle (Aufbautraining nach Faserriss im Oberschenkel).

    Die Spieler Subotic, Castro, Larsen und Sancho wurden für die Bundesligapartie gegen die „falsche“ Borussia nicht nominiert. Bei Sancho liegt mittlerweile die Spielgenehmigung vor, sodass der junge Akteur ab jetzt im BVB-Trikot in der Bundesliga auflaufen kann.

    Die Startelf beim BVB
    Gegenüber dem 3:0-Sieg drei Tage zuvor in Hamburg schmiss Bosz die Rotationsmaschine, dies aber sinnvoll und klug, an und änderte die Startelf auf insgesamt fünf Positionen. Toljan, Weigl, Dahoud, Götze und Philipp rückten anstelle von Zagadou, Sahin, Castro, Kagawa und Yarmolenko in die Startelf. Und mit dieser Anfangself jagten die 11 schwarz-gelben „Bienen“ die elf Fohlen: Bürki, Piszczek, Sokratis, Toprak, Toljan, Weigl, Dahoud, Götze, Pulisic, Philipp, Aubameyang.

    Der Spielverlauf – Erste Halbzeit
    Pünktlich um 18:30 Uhr pfiff der Leiter der Partie, Gräfe, das Bundesliga-Topspiel am sechsten Spieltag, zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach an. Bei idealen Wetterbedingungen (leicht bewölkt, windstill, 15 Grad) und einem Top-Rasen auf dem Spielfeld freuten sich beide Vereine auf ein großes, ereignisreiches Fußballspiel.

    Der BVB führte den Anstoß in der ersten Halbzeit aus und spielte in Richtung Nordtribüne. Bei der „wahren“ Borussia trug Sokratis die Kapitänsbinde und auf der Auswechselbank saßen Weidenfeller, Zagadou, Bartra, Sahin, Kagawa, Yarmolenko und Isak.

    Und das Borussen-Derby begann wie jeder es erwartet hatte. Der BVB hatte von der ersten Sekunde an viel Ballbesitz und agierte wie gewohnt im 4-3-3-System. Das Dortmunder Tor wurde von Bürki behütet, davor bildeten Piszczek, Sokratis, Toprak und Toljan die Vierer-Abwehrkette. Im Mittelfeld spielten Weigl, Dahoud und Götze. Auf der rechten Offensivseite wirbelte Pulisic und auf der linken Seite Philipp. In der Sturmspitze spielte Aubameyang.

    Im Team von Borussia Mönchengladbach sind zwei ehemalige BVB-Spieler untergebracht, nämlich Hofmann und Ginter. Ginter, der im Sommer diesen Jahres für 17 Millionen Euro von der „echten“ Borussia zur „falschen“ Borussia wechselte, stand in der Startelf und versuchte in den 90 Minuten zu zeigen, dass es von Seiten des BVB´s ein Fehler war, ihn abzugeben.

    Schwarz-Gelb versuchte mit viel Ballbesitz erst einmal mit Ruhe und Sicherheit im eigenen Spiel hinein zu finden. Die Gäste bauten bei Ballbesitz der Schwarz-Gelben zwei Abwehrreihen auf und verteidigten kompakt und eng beieinander. In den Anfangsminuten tasteten sich beide Teams ein wenig ab. Gladbach ließ Dortmund das Spiel machen und beschränkte sich darauf, vorerst sicher hinten zu stehen.

    Nach sechs gespielten Minuten verzeichneten die Gäste zwei kleine Vorstöße, die aber für den BVB und vorallem für BVB-Keeper Bürki, nicht gefährlich wurden. Dortmund kam gut in die Partie hinein, auch wenn in den ersten 10 Minuten keine Torchance heraussprang. Schwarz-Gelb zeigte ein gutes Kurzpassspiel und mit dieser Art, Fußball zu spielen, versuchten sie, in die Gefahrenzone zu kommen, aber die Gladbacher agierten sehr aufmerksam in der Defensive und ließen vorerst nichts zu. Im letzten Drittel spielte der BVB noch etwas zu ungenau und unpräzise.

    In der 11.Spielminute hatte Gladbach die erste Chance in diesem Spiel – nach einem Fehler von Weigl, in dem er den Ball verlor, schalteten die Fohlen schnell um und spielten schnell nach vorne; Hazard wurde auf der halbrechten Position von Stindl angespielt, enteilte Toprak und im Strafraum kam Hazard zum Torschuss, aber Bürki riss die Arme hoch und parierte den Abschluss stark. Die Gladbacher lauerten auf Fehler der Dortmunder, um anschließend blitzartig umzuschalten und mit den Offensivspielern, wie Hazard, Stindl oder Raffael, zu kontern.

    Im Dortmunder Spiel war noch zu wenig Tempo und Wucht drin und nach einer Viertelstunde Spielzeit agierte Schwarz-Gelb weiterhin ruhig und vorallem geduldig. Dortmund suchte bei vielen, neuen Angriffsversuchen die freie Lücke, fand diese aber gegen gut stehende und gut gestaffelte Gladbacher Abwehrreihen nicht.

    Auffällig war, und das ist unter anderem eine Taktik unter Bosz, dass der BVB nach Ballverlusten es schnell schaffte, den Ball zurück zu erobern und das noch weit in der Hälfte des Gegners.

    Es war nach etwas mehr als 15 gespielten Minuten ein ausgeglichenes Spiel gewesen und Torraumszenen gab so gut wie keine. Doch dies änderte sich ab der 20. Spielminute und von da an sahen die 81.360 Zuschauern im Tempel, sowie die Fans vor den Fernsehbildschirmen, ein atemberaubendes und hochklassiges Fußballspiel.

    Nach einer Ecke des BVB´s, die nicht ganz so gut von Gladbach geklärt wurde, landete der Ball, nachdem er von Weigl wieder nach vorne gepasst wurde, bei Sokratis und der Kapitän schoss den Ball auf Höhe der Strafraumlinie, zentrale Position, per Aufsetzer auf das Tor und Sippel, der zweite Keeper der Gäste, parierte den Abschluss gut. Zwei Minuten später gab es eine Ballzurückgewinnung auf Seiten der Dortmunder und Philipp setzte am Ende zum Distanzschuss an, aber der Ball ging links neben den Kasten. Nach der Hälfte der ersten Hälfte agierte Schwarz-Gelb im letzten Drittel immer noch zu ungenau und fehlerhaft. Wenn was beim BVB ging, dann meistens über die rechte Offensivseite, wo Pulisic spielte.

    In der 24.Spielminute hatte Dortmund die nächste gute Gelegenheit – nach Balleroberung von Piszczek, leitete der Rechtsverteidiger den Ball zu Pulisic weiter und der US-Amerikaner ging an seinen Gegenspieler vorbei und schoss den Ball auf das Tor; der Ball wurde von einem Gladbacher Defensivspieler abgefälscht und der Ball senkte sich gefährlich auf das Tor und Sippel nahm die sichere Variante und lenkte den Ball über die Torlatte.

    Von Minute zu Minute wurde die „echte“ Borussia immer besser und stärker. In der 25.Spielminute trug der BVB einen ganz starken Angriff vor, der leider nicht mit einem Tor gekrönt wurde – Toprak spielte einen Megapass nach vorne und im Strafraum, halblinke Seite, legte Götze den Ball per Kopf quer, wo Aubameyang aus kurzer Distanz auf das Tor schoss, aber Sippel verhinderte mit einem Riesenreflex den Gladbacher Rückstand. Bei der anschließenden Ecke, die Götze trat, verlängerte Philipp den Ball im Strafraum in Richtung des zweiten Pfostens, wo Aubameyang zum Schuss kam, aber der Ball flog an den Außenpfosten und von dort aus, ins Aus.

    Dortmund war nun voll drin im Spiel und erspielte sich nach und nach Chancen heraus. Schwarz-Gelb erhöhte von Minute zu Minute den Druck und die Gäste hatten nun einige Probleme, mitzuhalten. Drei Minuten nach der Doppelchance gab es den nächsten Angriff der Dortmunder und diesmal klappte es im Abschluss und die Borussia aus Dortmund ging in Führung.

    1:0 Philipp (28.Spielminute) – Sokratis spielte Weigl an, der mit einem tollen Pass die gesamte Hintermannschaft von Gladbach aushebelte; Aubameyang kam rechts im Strafraum an den Ball, brachte ihn halbhoch in die Strafraummitte, wo Philipp dem Ball entgegenlief, seinen Bewacher entwischte und mit einem tollen Schuss den Ball per Direktabnahme ins Tor unterbrachte.

    Da war sie die Dortmunder Führung und aufgrund der letzten starken Minuten zuvor hatte sich das angedeutet. Mit diesem Tor übernahm Schwarz-Gelb auch wieder die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga. Philipp erzielte seinen dritten Saisontreffer beim BVB und man sah, wenn Dortmund das Tempo und die Geschwindigkeit anzog und schnell spielte, dann wurde es gleich gefährlich für die Gladbacher. Mit viel Geduld und individueller Klasse – das zeichnet Borussia Dortmund in dieser Saison aus. Auch wenn es vielleicht mal nicht am Anfang gut läuft im Spiel, die 11 Dortmunder auf dem Rasen bleiben ruhig und wissen, dass ihre Chancen noch kommen werden.

    Und der BVB drückte weiter aufs Tempo und spielte mit dem 1:0 im Rücken weiter nach vorne. In der 32.Spielminute folgte eine tolle Seitenverlagerung bei Schwarz-Gelb, in dem Weigl den Ball hoch und punktgenau zu Philipp auf die linke Seite spielte; der Torschütze zum 1:0 brachte den Ball flach in den Strafraum hinein, wo Aubameyang zum Torschuss kam, aber der Ball ging neben das Tor.

    Gut 10 Minuten vor Ende der ersten Hälfte spielte der BVB nun stark und zeigte sehr ansehnlichen, temporeichen Fußball. Gladbach bekam nach und nach immer mehr Probleme und gab dem Gastgeber mehr Platz und Raum zum kicken. Toljan war es anschließend gewesen, der den nächsten Torschuss auf Dortmunder Seite abgab, aber der Ball ging weit über das Tor.

    In der 38.Spielminute gab es dank tatkräftiger Unterstützung des ehemaligen Dortmunde Ginter den nächsten Angriff von Schwarz-Gelb und daraus resultierte sich, sehr zur Freude aller BVB-Anhänger, der zweite Treffer an diesem Abend.

    2:0 Philipp (38.Spielminute) = Kurz vor er Strafraumlinie, zentrale Position, spielte Ginter einen schlampigen Pass, Dahoud grätschte dazwischen, schnappte sich den Ball und spielte Toljan auf links an; der Neuzugang aus Hoffenheim lief noch ein paar Meter nach vorne, passte den Ball anschließend in den Rücken der Gladbacher Abwehrspieler und im Strafraumzentrum kam Philipp völlig frei aus gut 10 Metern zum Schuss und wuchtete den Ball in die Tormaschen.

    Doppelpack von Philipp, wie schon im Heimspiel davor gegen den 1.FC Köln. Philipp erzielte damit seinen vierten Saisontreffer und Ginter, herzlichen Dank für den kapitalen Bock. Bei der Entstehung des Tores hat man die neue Philosophie vom BVB gesehen. Extrem früh den Gegner, weit in deren eigenen Hälfte, auch auf engstem Raum, stören und attackieren und zu Fehlern zwingen. Schafft der BVB dies, ist automatisch der Weg zum Tor nicht weit und man kommt dadurch öfters zum Abschluss.

    Nun hatten die elf BVB-Spieler richtig viel Spaß beim Fußball und spielten weiter nach vorne. Dortmund verteidigte in der Zwischenzeit auch sehr hoch und die Vierer-Abwehrreihe stand bei eigenem Ballbesitz gut 15-20 Meter vor der Mittellinie. Dies birgt aber die Gefahr, dass bei Ballverlusten der Gegner schnell nach vorne kontern kann, wie es in der 41.Spielminute der Fall war, aber Gladbach den Anschlusstreffer kläglich vergab. Gladbach konterte im BVB-Stadion und am Ende hieß das Duell 3 Gladbacher gegen einen Dortmunder; der Ball wurde lang gespielt, Raffael und Stindl spielten Doppelpass und am Ende kam durch Letzteren nur ein Schüsschen heraus, sodass Bürki keinerlei Probleme hatte, den Ball zu halten.

    Anschließend sangen die BVB-Fans lautstark, „Wer wird Deutscher Meister, BVB Borussia – Wer wird Deutscher Meister, Borussia BVB“.

    Eine Minute nach der vergebenen Konterchance von Gladbach, hatte Dortmund die große Chance zum 3:0 – Piszczek wurde angespielt und schlug eine tolle Flanke und auf Höhe des linken Torpfostens sprang Aubameyang hoch, köpfte den Ball in die entgegengesetzte Laufrichtung von Gladbachs Keeper Sippel auf das Tor, aber der Schlussmann der Gäste hechtete zum Ball, lenkte diesen mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten und verhinderte so den nächsten Gegentreffer seiner Mannschaft. Im Gegenzug konterte Gladbach erneut; über ganz wenige Stationen bediente Stindl seinen Mannschaftskollegen Hazard, der über die halbrechte Position samt Ball nach vorne sprintete, im Strafraum mit einer einfachen Körpertäuschung an Sokratis und Toprak vorbeiging und auf das Tor schoss, aber Bürki war erneut zur Stelle und parierte den Abschluss stark; im Nachschuss setzte Hazard den Ball über den Kasten. Mittlerweile war es ein hochklassiges und irres Fußballspiel gewesen. Es ging rauf und runter, beide Teams hatten große Chancen, doch die Tore machte nur eine Mannschaft, nämlich Borussia Dortmund. Und tatsächlich, kurz vor dem Pausenpfiff gab es den nächsten gefährlichen Angriff der Heimmannschaft und erzielte den dritten Treffer.

    3:0 Aubameyang (45.Spielminute) = Sokratis spielte auf der halbrechten Seite einen überragenden Flachpass in die Spitze, wo sich Philipp von seinen Gegenspieler löste, im Strafraum den Ball kurz quer legte und Aubameyang, der zwischen zwei Gladbacher stand, hatte keiner Probleme, den Ball aus wenigen Metern über die Torlinie zu schieben.

    Großer Jubel breitete sich aus auf den Zuschauerrängen, aber nur bei den schwarz-gelb gekleideten Zuschauern. Der BVB führte wenige Augenblicke vor der Halbzeit mit drei Toren Vorsprung und zeigte tollen Fußball und erzielte großartig heraus gespielte Tore. In der einminütigen Nachspielzeit des ersten Durchgangs passierte nichts mehr auf dem Rasen und nach 46 Minuten pfiff Schiedsrichter Gräfe zur Halbzeit, Dortmund führte mit 3:0 und alle, aber auch wirklich alle, konnten einmal kräftig durchpusten und verschnaufen.

    Der Spielverlauf – Zweite Halbzeit
    Mit Anstoß für Gladbach und ohne Wechsel auf Dortmunder Seite ging es in die zweiten 45 Minuten. Und der BVB spielte nun auf die „Gelbe Wand“. Dortmund tat nach Wiederbeginn das einzig Richtige und spielte weiter nach vorne und versuchte, noch mehr Tore zu erzielen. In der 49.Spielminute wurde Philipp rechts, nahe der Strafraumkante, gefoult und es gab Freistoß für den BVB und daraus resultierte sich der nächste Treffer für den besten und geilsten Verein der Welt.

    4:0 Aubameyang (50.Spielminute) = Götze führte die Standardsituation aus, brachte den Ball in den Strafraum, wo Aubameyang relativ frei zum Kopfball kam; der Ball flog an den linken Pfosten, von dort aus über Sippel drüber weg nach rechts, wo Aubameyang goldrichtig stand und den Ball über die Torlinie drückte.

    40 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit deutete sich erneut ein klarer Sieg für die „echte“ Borussia an. Dortmund war drauf und dran, nach Köln, den nächsten Kantersieg im heimischen Tempel einzufahren und den Gegner mit einer dicken Packung nach Hause zu schicken.

    Aubameyang erzielte sein 7.Saisontor und die BVB-Fans sangen erneut lautstark, „Wer wird Deutscher Meister, BVB Borussia – Wer wird Deutscher Meister, Borussia BVB.“ Des Weiteren stimmten die Dortmunder Fans „Deutscher Meister wird nur der BVB, nur der BVB, nur der BVB – Deutscher Meister wird nur der BVB, nur der BVB, nur der BVB", ein. Dortmund war in allen Belangen die bessere Mannschaft und nutzte vorallem die Torchancen, was Gladbach nicht tat.

    In der 54.Spielminute gab Zakaria auf der Seiten der Fohlen einen guten Torschuss aus gut 18 Metern, halblinke Position, ab und der Ball ging knapp rechts am Tor vorbei. Wenige Sekunden später zeigte Pulisic eine grandiose Einzelaktion – über rechts marschierte er gefühlt an jeden Gladbacher mit Schnelligkeit und Dribbling in die Mitte, ließ seine Gegenspieler wie Slalom-Stangen stehen und schaffte es am Ende noch, den Ball links raus zu Aubameyang zu spielen; leider landete seine flache Hereingabe in den Strafraum zu keinem Mannschaftskollegen, sodass Gladbach die Situation klären konnte.

    Drei Minuten später hatten die Gäste die nächste von vielen Konterchancen – auf halblinker Position kam Raffael an den Ball und spielte Hazard auf halbrechts an; der Belgier sprintete nach vorne, zog im Strafraum ab, aber Bürki parierte den Abschluss erneut stark und hielt weiter seinen Kasten sauber. Die Fohlen hatten genüg Chancen, in Form von Kontern, aber nur der BVB machte die Tore.

    BVB-Trainer Bosz lässt risikoreichen Fußball spielen – wenn die Defensivspieler extrem hoch verteidigen, sich in der gegnerischen Hälfte mit aufhalten und dann verliert der BVB den Ball, dann hat der Gegner immer die große Chance, per Kontersituationen, nach vorne zu spielen und zum Abschluss zu kommen.

    Dennoch spielte Dortmund nach 60 Minuten weiter groß auf – die 11 BVB-Akteure zeigten tollen Kombinationsfußball, starke Einzelaktionen und das Dortmunder Spiel war sehr temporeich und schön anzusehen. In der 63. Spielminute fiel dann der nächste Treffer und wieder konnte Schwarz-Gelb jubeln.

    5:0 Aubameyang (63.Spielminute) = Pulisic blockte einen Pass von Gladbach ab, der Ball flog zu Dahoud, der großartig reagierte und mit einem Direktpass Aubameyang auf halbrechter Seite auf die Reise in Richtung Tor schickte; der Gabuner entwischte seinen Gegenspieler, drang in den Strafraum ein, ging an Sippel vorbei und schoss den Ball, aus ganz spitzen Winkel, ins Tor.

    Wahnsinn dieser BVB – 5 Heimtore gegen Köln und nun nach knapp 65 Minuten gegen Gladbach schon wieder 5 Heimtore. Die BVB-Fans kamen voll auf ihre Kosten. Aubameyang erzielte seinen dritten Treffer an diesem Abend und mit seinem insgesamt achten Saisontreffer übernahm er wieder die Führung in der Torschützenliste. Anschließend folgte der erste Wechsel beim BVB – Kagawa kam für Pulisic in die Partie. Drei Minuten nach dem fünften BVB-Treffer trug Gladbach den nächsten Angriff vor und dieser führte zum Anschlusstreffer und die weiße Weste bei Schwarz-Gelb war dahin.

    5:1 Stindl (66.Spielminute) = Über die rechte Seite wurde Hazard angespielt, ging mit Ball nach vorne, ging an seinen Gegenspieler vorbei, passte den Ball in die Strafraummitte, wo Weigl den Ball leicht abfälschte und der Ball rollte zu Stindl, der keine Mühe hatte, aus wenigen Metern das Tor zu erzielen.

    Nach exakt 516 Minuten ohne Gegentor in der Bundesliga musste der BVB den ersten eigenen Treffer hinnehmen, aber dies war beim Stand von 5:1 nur eine kleine Randerscheinung. Gut 20 Minuten vor Ende des Spiels folgte der zweite Wechsel bei Dortmund – Zagadou kam für Piszczek ins Spiel. Danach legte das Spiel eine Pause ein. Dortmund schob sich den Ball sicher und kontrolliert in den eigenen Reihen hin und her und begann so langsam, Kräfte zu schonen. Die „echte“ Borussia hatte alles im Griff und unter Kontrolle. Und so dauerte es bis zur 79.Spielminute, ehe wieder was auf dem Rasen passierte, aber was da geschah, war einfach nur sensationell und der BVB machte mit dem nächsten Treffer das halbe Dutzend voll.

    6:1 Weigl (79.Spielminute) = Über die Stationen Dahoud und Kagawa gelang der Ball auf der linken Seite bei Zagadou, der den Ball zu Kagawa zurückgespielte; der Japaner brachte den Ball halbhoch in den Strafraum, wo aber kein BVB-Spieler an den Ball kam; der anschließende Befreiungsschlag der Gäste misslang, in dem der Ball hoch geschlagen wurde und nahe der Strafraumlinie, zentrale Position, legte Hofmann den Ball mit dem Rücken für Weigl vor, der den Ball kurz annahm und dann mit ganz viel Gefühl auf das Tor schoss und unhaltbar für Sippel, schlug der Ball im Tor ein.

    Was für ein Traumtor von Weigl und es war das erste Bundesligator für den immer noch sehr jungen BVB-Akteur. Vielen Dank auch an den zweiten ehemaligen BVB-Spieler Hofmann, für die schöne Torvorlage.

    Dortmund spielte fantastisch und ein Tor war schöner als das andere. Vorallem wie die Tore zum Teil herausgespielt wurde, war einfach nur exzellent und traumhaft schön mit anzusehen. Und dieses Spiel zeigte einmal mehr – die schönsten Tore erzielt nur Borussia Dortmund.

    Vier Minuten nach dem sechsten Dortmunder Treffer wurde es erneut sehr laut im Tempel und vorallem sehr emotional – Bosz führte den dritten Wechsel durch und für Sokratis kam Bartra für die letzten Minuten in die Partie und mit riesengroßen Jubel und Applaus wurde der Spanier empfangen, der schnell zu einem Publikumsliebling in Dortmund geworden ist – ein toller Abwehrspieler und vorallem charakteristisch ein überragender Mensch, der sich voll mit dem Verein Borussia Dortmund identifiziert.

    Die Dortmunder Fans auf den Rängen machten so richtig Stimmung und das ganze Stadion, bis auf den Gästeblock, hüpfte im Takt. Und erneut wurden wieder die Meister-Gesänge angestimmt und Dortmund stand kurz davor, zum 41.Mal in Folge zu Hause ungeschlagen zu bleiben.

    In den letzten Minuten passierte kaum noch etwas und vorallem Gladbach sehnte nach dem Schlusspfiff. Eine Chance gab es noch und die hatten die Gäste in der 90.Spielminute – über die rechte Seite spielte Cuisance einen starken Pass und im Strafraum kam Hofmann zum Schuss, verpasste das Tor nur knapp und der Ball ging links am Tor vorbei. Danach erfolgte der Schlusspfiff von Gräfe, der keinerlei Probleme hatte, die Partie zu leiten (der Video-Assistent erlebte einen sehr ruhigen Abend) und der BVB feierte den nächsten hohen Sieg in der Bundesliga, bleibt weiter Spitzenreiter und zeigte großartigen Fußball.

    Die Leistung von Schiedsrichter Manuel Gräfe
    Schiedsrichter Gräfe, sowie seine Assistenten, hatten keinerlei Probleme, die fast einseitige und vorallem sehr faire Partie zu leiten. Gräfe war über die 90 Minuten als Spielleiter immer auf der Höhe, entschied alle Entscheidungen richtig und der neu eingeführte Video-Assistent, in diesem Spiel war es der ehemalige Schiedsrichter Stark, brauchte kein einziges Mal sich einschalten und eingreifen.
    Schiedsrichternote 2,0

    Meine persönliche Notenvergabe für die eingesetzten BVB-Spieler
    Bürki (2,5), Piszczek (3,0), Sokratis (2,5), Toprak (2,0), Toljan (2,5), Weigl (2,0), Dahoud (2,0), Götze (2,5), Pulisic (2,0), Philipp (1,0), Aubameyang (1,0) / Kagawa (3,0), Zagadou (3,0), Bartra (3,0)

    Die BVB-Spieler des Spiels
    Philipp und Aubameyang = Was für eine überragende Leistung von den beiden Offensivspielern vom BVB. Aubameyang war an insgesamt vier der sechs BVB-Tore direkt beteiligt und Philipp an insgesamt drei der sechs BVB-Tore. Philipp war der Spieler der ersten Hälfte; er erzielte das 1:0 nach toller Direktabnahme, das 2:0 und legte den dritten Treffer vor. Der Neuzugang aus Freiburg, der am Anfang kleine Startschwierigkeiten hatte, ist nun voll angekommen beim BVB und spielt, wenn er eingesetzt wird, groß auf. Bereits vier Saisontore hat Philipp auf dem BVB-Konto. Wieder einmal mehr glänzte Aubameyang im BVB-Dress. In der ersten Halbzeit legte er den Treffer zum 1:0 vor und erzielte kurz vor der Pause das 3:0 vor. In der zweiten Halbzeit steuerte er noch zwei weitere Treffer bei und wenn der Pfosten nicht noch zweimal im Weg gestanden hätte, hätte Aubameyang noch mehr Tore erzielt. Aubameyang führt die Torschützenliste in der Bundesliga mit 8 Toren an. Drücken wir BVB-Fans die Daumen, dass beide Akteure ihre starke Form beibehalten und Dortmund mit vielen Toren weiter zu Siegen ballern.

    Das nächste BVB-Spiel
    Nach dem spektakulären Sieg gegen Borussia Mönchengladbach bleibt den Spielern nicht viel Zeit zum Feiern. Denn bereits am Dienstag, den 26. September 2017, steht das nächste Pflichtspiel an. Dann bestreitet der BVB vor heimischer Kulisse um 20:45 Uhr das zweite Champions-League Gruppenspiel und der Gegner ist Real Madrid. Mit so einer Leistung, wie gegen Gladbach, ist auch ein Sieg gegen die Königlichen aus Spanien, absolut möglich.
     
    Salecha, Zazou09 und Floralys gefällt das.

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