Analyse = Borussia Dortmund - Hamburger SV 2:0 (0:0)

Dieses Thema im Forum "Fabis Anna Lyse!" wurde erstellt von FabiBVB09, 10. Februar 2018.

  1. FabiBVB09

    FabiBVB09 Führungsspieler

    Dank an Batshuayi und Götze – Dortmund "würgt" sich zum ersten Heimsieg im Jahr 2018

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    Fußballerische Magerkost, statt schöner Fußball – das ist Borussia Dortmund derzeit im Fußballkalenderjahr 2018. Am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann der BVB nach einer sehr schwachen Mannschaftsleistung das Heimspiel gegen den Hamburger SV. Schwarz-Gelb konnte die kompletten 90 Minuten nicht überzeugen und konnte froh sein, dass der Gegner „nur“ der HSV hieß. Tabellarisch springt die Borussia mit dem Sieg auf Platz 3 und belegt damit wieder einen Champions-League-Platz.

    Die personelle Situation beim BVB
    Im Heimspiel gegen den „Dino der Bundesliga“ musste BVB-Trainer Stöger verletzungsbedingt auf sieben Spieler verzichten = Guerreiro (muskuläre Probleme), Schmelzer (Aufbautraining nach Wadenprobleme), Philipp (Aufbautraining nach Knieverletzung mit Beteiligung der Kniescheibe), Sancho (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Yarmolenko (Sehnenverletzung im Fuß), Durm (Außenbandanriss im Sprunggelenk) und Rode (Reha nach Stressreaktion des Knochens). Zagadou wurde für die Partie gegen den HSV nicht in den 18er-Kader berufen.

    Die Startelf beim BVB
    Gegenüber dem 3:2-Sieg vergangener Woche beim 1. FC Köln änderte Stöger die BVB-Startelf auf zwei Positionen. Sokratis und Dahoud fielen aus der ersten Elf und Akanji und Reus rutschten in die erste Elf hinein. Und so sah die erste Elf beim BVB aus: Bürki – Piszczek, Akanji, Toprak, Toljan – Weigl, Kagawa – Pulisic, Reus, Schürrle - Batshuayi

    Der Spielverlauf – Erste Halbzeit
    Zur besten Fußballzeit, also Samstag um 15:30 Uhr, pfiff Schiedsrichter Fritz das Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV an. Als Video-Assistent stand Schmidt dem Schiri zur Hilfe.

    Der BVB, bei dem Reus die Kapitänsbinde trug, führte den Anstoß aus und spielte im ersten Durchgang in Richtung der Nordtribüne. Nach „09“-Monaten feierte Reus sein vielumjubeltes Comeback und hoffen wir BVB-Fans und viele neutrale Fußballfans, dass einer der besten deutschen Fußballer jetzt endlich mal verletzungsfrei bleibt und über einen ganz langen Zeitraum die Fußballwelt verzaubern kann.

    Wettermäßig war es nicht schön zum Fußballspielen – nasskalt und frostige Temperaturen.

    Der BVB agierte im 4 – 2 – 3 – 1 – System – Bürki stand im Tor; die Viererabwehrkette bildeten Piszczek, Akjani, Toprak, Toljan; das defensive Mittelfeld wurde von Weigl und Kagawa bekleidet; in der 3er-Offensivreihe spielten Pulisic, Reus und Schürrle und in der Sturmspitze agierte Batshuayi.

    Und Schwarz-Gelb war von der ersten Sekunde an gut im Spiel. Bereits in der ersten Spielminute gab es den ersten Angriff der Heimelf – Reus passte den Ball stark zu Schürrle, der halblinks in den Strafraum eindrang, vorbei ging an seinen Gegenspieler und abzog, aber der Ball wurde noch von einem Gästespieler abgeblockt. Dortmund spielte von Beginn an mit sehr viel Druck nach vorne und drängte den HSV tief in deren eigene Hälfte. Schwarz-Gelb war spielbestimmend und bis zum Strafraum sah man gute Kombinationen, aber im letzten Drittel fehlte es noch an Genauigkeit, Konzentration und Durchschlagskraft.

    Doch nach gut 10 Minuten war der Anfangsschwung der Borussia vorbei und es entwickelte sich nach und nach ein sehr neutrales Spiel. Auch war das Spiel geprägt von vielen kleinen Fouls, sodass ein richtiger Spielfluss nicht aufkam. In der 13. Spielminute passte Toprak den Ball risikoreich zu Bürki zurück, der den Ball anschließend gerade so gegen einen HSV-Spieler behaupten konnte, schlug aber den Ball genau vor die Füße von Walace, der aus der Distanz abzog, aber deutlich das Tor verfehlte.

    Nach gut 15-20 Minuten verflachte die Partie zunehmend und es passierte immer weniger auf dem Spielfeldrasen. Dortmund hatte Probleme, richtig ins Spiel zu kommen und zeigte ein ungenaues Spiel und es lief nicht viel zusammen bei den 11 Borussen. Es gab so gut wie keine Torraumszenen auf beiden Seiten und die Fehlerquote im Dortmunder Spiel war extrem hoch. Der HSV verteidigte gut, stand sicher und kompakt hinten drin und ließ kaum etwas zu.

    Nach 25 Minuten war es ein sehr schwaches Bundesligaspiel gewesen. Es gab keine Torschüsse zu verzeichne, es gab keine Höhepunkte zu sehen – einfach nichts und so plätscherte die Partie nur vor sich hin. Zwar hatte Dortmund 60 Prozent Ballbesitz, konnte aber damit nichts anfangen. Der BVB schaffte es nicht, einen vernünftigen Aufbau zu kreieren und in Torraumnähe zu kommen. Dortmund verzeichnete null Spielideen, null Kreativität, null Dynamik, wenig Tempo, wenig Bewegung – es sah nicht schön aus, was die 11 BVB-Akteure auf dem Rasen zeigten. Nach einer halben Stunde war es mehr oder weniger ein Spiel zum abgewöhnen.

    Kurz bevor das Spiel gänzlich einzuschlafen drohte, flankte Sakai über die rechte Seite den Ball in den Strafraum, wo Wood zum Abschluss kam, aber Piszczek warf sich in den Schuss und blockte diesen ab; der Ball flog zu Walace, der aus der Distanz nachsetzte, aber der Ball ging weit über das Tor.

    Gut 10 Minuten vor der Pause konnte man resümieren, dass es ein sehr schwacher Auftritt vom BVB gewesen war und so langsam kamen die ersten Pfiffe von den Zuschauerrängen. Auch wurde es von Minute zu Minute immer unruhiger und bei jedem Fehlpass, was häufig der Fall war und bei jedem Rückspiel zu Bürki ging ein Raunen durchs Stadion. Die Gäste aus dem Norden hielten gut mit, standen weiter problemlos sicher hinten drin und setzten immer mal wieder kleine Nadelstiche im Offensivbereich.

    In der 40. Spielminute leistete sich Akanji einen Fehlpass und der HSV griff an; Kostic kam an den Ball, ging nach vorn, und nahe der halblinken Strafraumlinie setzte er zum Schuss an, aber Bürki war zur Stelle und hielt den Ball sicher. Eine Minute zog Batshuayi aus gut 18 Metern, zentrale Position ab, aber der Schuss misslang dem Belgier, sodass der Ball weit am Tor vorbeiging. In den darauffolgenden Minuten passierte nichts mehr auf dem Rasen und nach 46 Minuten pfiff Fritz eine gähnend, langweilige erste Halbzeit zwischen Dortmund und Hamburg ab und im Tempel hörte man nur die HSV-Fans. Von den Dortmunder Fans war so gut wie nichts zu hören und es gab, wie schon im Heimspiel zuvor gegen Freiburg, Pfiffe gegen die schlecht aufspielende Dortmunder Mannschaft.


    Der Spielverlauf – Zweite Halbzeit

    Mit Anstoß für den HSV und ohne Wechsel auf Dortmunder Seite ging es in die zweiten 45 Minuten. Der BVB spielte nun auf die „Gelbe Wand“. In den ersten Augenblicken des zweiten Spielabschnittes passierte erst einmal gar nix. Aber dann, mit dem ersten Angriff, durchgeführt vom BVB, fiel der erste Treffer an diesem Nachmittag und Schwarz-Gelb ging in Führung.

    1:0 Batshuayi (49. Spielminute) = Piszczek bediente auf der halbrechten Seite Reus, der den Ball sofort zu Pulisic weiterleitete; der US-Amerikaner kam halbrechts im Strafraum zum missglückten Torschuss und Batshuayi „roch den Braten“, reagierte blitzschnell und grätschte den Ball freistehend aus wenigen auf Höhe des zweiten Pfostens ins Tor.

    Der erste richtige Abschluss der Dortmunder und das nach knapp 50 Minuten und das in einem Heimspiel brachte sofort die Führung. Batshuayi erzielte damit in seinem zweiten Spiel für den BVB bereits seinen dritten Treffer. Wer nun aber glaubte, dass sich das BVB-Spiel darauf hin verbesserte, wurde weitestgehend enttäuscht. Zwar spielte Dortmund ein klein wenig besser, weil Kampf, Wille und Leidenschaft minimal zu erkennen war, aber spielerisch boten die 11 Borussen eine magere Kost ab. Es war viel Mangelware im Dortmunder Spiel nach wie vor zu erkennen und als Fan war es ziemlich anstrengend gewesen, die Partie seines Klubs anzusehen. Nach wie vor fehlte es an Tempo, Bewegung und vorallem an Mittel, den HSV arg in Bedrängnis zu bringen.

    In der 62. Spielminute gab es einen zaghaften Abschluss der Gäste, aber der Ball ging weit links am Tor vorbei. Wenige Sekunden später erfolgte der erste Wechsel beim BVB – Dahoud kam für den angeschlagenen Kagawa ins Spiel.

    Nur eine Minute später verpasste Dortmund den zweiten Treffer – Reus bediente mit einem sehr guten Pass Schürrle, der freistehend mit einem Schuss an HSV-Keeper Mathenia scheiterte; der Ball flog zu Dahoud, der aus gut 14 Metern den Nachschuss nicht richtig hinbekam und somit das leere Tor nicht traf und der Ball flog in Richtung des rechten Pfostens und Pulisic grätschte in den Ball und schoss ihn aus Nahdistanz über das Tor. Dahoud hätte in dieser Szene das 2:0 erzielen machen müssen, aber da zeigte der Sommerneuzugang von 2017, dass er überhaupt noch nicht „Fuß gefasst“ hat in Dortmund.

    Kurz darauf konterte Dortmund im eigenen Stadion – über die Stationen Batshuayi und Reus, landete der Ball bei Pulisic, der den Ball über die rechte Seite nach innen in den Strafraum flankte und Mathenia klärte den Ball mit einer Flugeinlage aus der Gefahrenzone und vor Schürrle.

    Auch nach 70 Minuten war das Spiel des BVB´s nicht schön anzusehen und die Leistung war sehr schwach gewesen. Die Fehlerquote war weiterhin sehr hoch gewesen und noch immer war die Mannschaft von BVB-Coach Stöger nicht richtig im Spiel drin.

    In der 71. Spielminute wurde Götze für Reus eingewechselt und Piszczek übernahm die Kapitänsbinde .

    Kurz darauf tunnelte Hahn auf der rechten Seite seinen Gegenspieler Toljan und Sakai passte den Ball flach in die Strafraummitte, wo ein HSV-Akteur den Ball um Millimeter verpasste; über Umwege kam der Ball bei Salihovic an, der dann aus zentraler Position abzog und der Ball ging knapp über das Tor.

    In der 75. Spielminute hatte Dortmund erneut die Chance zum zweiten Tor – nachdem Schürrle auf der rechten Seite stark angespielt wurde, legte er den Ball in den Rücken der HSV-Abwehr zurück und der herangestürmte Dahoud kam an den Ball, ging an ein, zwei Gästespieler vorbei, zog aus spitzen Winkel ab, der Ball rollte nicht ins Tor und auf Höhe des zweiten Pfostens verpasste Pulisic den Ball nur knapp.

    Dortmund hatte nun einige Konter zu verzeichnen, da der HSV hinten aufmachte, um in der Offensive mehr Akzente setzen zu können. In der 77. Spielminute marschierte Götze nach einem Pass nach vorn, passte den Ball zu Batshuayi, der im Strafraum, halbrechte Position abzog, aber sein Schuss wurde noch von einem HSV-Spieler abgeblockt. Auch der HSV spielte nun vermehrt nach vorne und es war ein offenes Spiel gewesen.

    Und dann, gut 10 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab es wieder Pfiffe für die BVB-Spieler auf dem Rasen – vorallem, wenn der Ball nach hinten gespielt wurde. Auffällig war auch gewesen, dass wieder ein Raunen durchs Stadion ging, wenn ein Fehlpass gespielt wurde. Es war als Fan sehr anstrengend gewesen, das Spiel der eigenen schwarz-gelben Jungs anzusehen.

    In der 85. Spielminute gab es den letzten Wechsel auf Seiten des BVB´s – Castro kam für den erneut unglücklich aufspielenden Pulisic, der sich seit Wochen in einem Leistungsloch befindet. Über die ganze Partie hatte der BVB keine Sicherheit im eigenen Spiel und Dortmund musste sich alles hart erarbeiten. Nach 90 Minuten wurden 3 Minuten Nachspielzeit angezeigt. Und in dieser Nachspielzeit gab es noch eine, zum Glück positive, Szene und zwar für den BVB und Dortmund machte mit dem zweiten Treffer den Sieg perfekt.

    2:0 Götze (92. Spielminute) = In der eigenen Hälfte, kurz vor der Mittellinie eroberte sich Dortmund in der Person von Batshuayi, der den Ball mit einem tollen Pass Schürrle bediente; Schürrle lief nach vorne, ging dann in Richtung Mitte und steckte den Ball stark durch zwei HSV-Akteure durch und Götze "löffelte" anschließend den Ball im Strafraum über HSV-Mathenia und der Ball flog ins Tor.

    Da war es gewesen das zweite BVB-Tor und damit war die Partie entschieden. Schürrle passte zu Götze, der dann das Tor erzielte – von irgendwo her kennt man das doch. Richtig – Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, als Götze das „goldene Tor“ nach Vorlage von Schürrle erzielte.

    Danach passierte nichts mehr und Schiri Fritz pfiff die insgesamt sehr schwache Bundesligapartie zwischen dem BVB und dem HSV ab und Dortmund konnte sich über die nächsten drei Punkte freuen.

    Die Leistung von Schiedsrichter Marco Fritz
    Schiedsrichter Marco Fritz lieferte im Großen und Ganzen eine solide Leistung ab. In einer leicht zu leitenden Partie entschied er die wenigen kniffligen Entscheidungen richtig und ließ das Spiel trotz einiger hitziger Zweikämpfe oft weiterlaufen.
    Schiedsrichternote 3,5


    Meine persönliche Notenvergabe für die eingesetzten BVB-Spieler

    Bürki (3,5), Piszczek (4,0), Akanji (4,0), Toprak (3,0), Toljan (4,0), Weigl (4,0), Kagawa (4,0), Pulisic (4,0), Reus (4,0), Schürrle (3,5), Batshuayi (3,0) / Dahoud (5,0), Götze (3,0), Castro (3,5)

    Der BVB-Spieler des Spiels

    Batshuayi = Zweites Spiel des Neuzugangs vom FC Chelsea London und wieder war der Stürmer erfolgreich und leitete mit dem 1:0 den Sieg ein. Batshuayi zeigte zwar keine so starke Leistung ab, wie im vorherigen Spiel gegen Köln, aber er stand beim Schuss von Pulisic goldrichtig, netzte ein und leitete mit einem tollen Pass zu Schürrle den zweiten Dortmunder Treffer mit ein. Der Belgier ist technisch ein sehr feiner, starker Fußballer, der wenig bis fast gar keine Chancen braucht, um Tore zu erzielen. Vor dem Tor ist er sehr effektiv, eiskalt und lässt sich oft nach hinten fallen, um als mitspielender Stürmer am Spiel mit teilzunehmen. Nach zwei Spielen mit Dortmund verbucht Batshuayi bereits drei Tore und eine Torvoralge – das kann sich absolut sehen lassen und drücken wir Fans die Daumen, dass er in den nächsten Spielen weiter so erfolgreich ist

    Das nächste BVB-Spiel
    Nach dem ersten Heimsieg im neuen Jahr, steht am Donnerstag, den 15. Februar 2018 das Sechzehntelfinale der Euro-League an. Im Hinspiel um 19:00 Uhr empfängt der BVB zu Hause im Tempel den italienischen Klub Atalanta Bergamo.
     
    Zazou09 gefällt das.

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