Analyse = FC Augsburg - Borussia Dortmund 1:2 (1:2)

Dieses Thema im Forum "Fabis Anna Lyse!" wurde erstellt von FabiBVB09, 30. September 2017.

  1. FabiBVB09

    FabiBVB09 Führungsspieler

    Borussia Dortmund quält sich mit zwei Traumtoren zum Auswärts- und Arbeitssieg

    Der BVB bleibt in der Fußball-Bundesliga weiter das Maß aller Dinge. Am 07.Spieltag in der höchsten deutschen Spielklasse gewann Schwarz-Gelb die Auswärtspartie mit Glück beim FC Augsburg. Nach einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit, aber katastrophalen zweiten Halbzeit, brachte der BVB die knappe Führung über die Zeit und bleibt auch im siebten Ligaspiel der Bundesliga-Saison 2017/2018 ungeschlagen. Dortmund bleibt weiterhin Tabellenführer mit nun 19 Punkten und einem Torverhältnis von 21:02-Toren.


    Die personelle Situation beim BVB

    BVB-Trainer Bosz musste bei der schwierigen Auswärtspartie in Augsburg auf sechs Spieler verletzungsbedingt verzichten = Schmelzer (Teilriss im Sprunggelenk), Reus (Kreuzbandteilriss), Guerreiro (Aufbautraining nach Knöchelbruch), Rode (Stressreaktion im Schambein), Durm (Reha nach Hüft-Operation), Schürrle (Aufbautraining nach Faserriss im Oberschenkel).

    Die Spieler Subotic, Isak und Larsen wurden nicht in den Kader berufen. Auch Götze gehörte nicht zum Aufgebot und erhielt eine Pause.


    Die Startelf beim BVB

    Gegenüber der 1:3-Niederlage im Champions-League Spiel gegen Real Madrid, änderte Bosz die Startelf auf insgesamt fünf Positionen um. Toprak, Castro, Sahin, Götze und Philipp rutschten aus der ersten Elf raus und Bartra, Weigl, Dahoud, Kagawa und Pulisic rutschten in die erste Elf rein. Und so begann der BVB = Bürki, Piszczek, Sokratis, Bartra, Toljan, Weigl, Dahoud, Kagawa, Yarmolenko, Pulisic, Aubameyang.

    Der Spielverlauf – Erste Halbzeit
    Samstag – 15:30 Uhr – Bundesliga – die beste Zeit, Fußball zu spielen und auch die beste Zeit für die fußballbegeisterten Fans, ins Stadion zu gehen. Pünktlich pfiff Schiedsrichter Fritz die Bundesliga-Partie zwischen dem FC Augsburg und Borussia Dortmund an. Als Video-Assistent war Dr. Drees im Einsatz. Wettermäßig war es, für diese Jahreszeit, mit gut 20 Grad sehr warm und es war trocken und bewölkt.

    Vor 30.600 Zuschauer im ausverkauften Stadion von Augsburg, führte der BVB, bei dem Sokratis die Kapitänsbinde trug, den Anstoß aus. Auf der Dortmunder Auswechselbank saßen Weidenfeller, Zagadou, Toprak, Castro, Sahin, Sancho und Philipp. Der BVB agierte wie gewohnt im 4-3-3-System – Bürki stand im Dortmunder Kasten; Piszczek, Sokratis, Bartra und Toljan bildeten die Abwehrreihe; Weigl, Dahoud und Kagawa bekleideten das Mittelfeld und im Offensivbereich sollten Yarmolenko über rechts, Pulisic über links und Aubameyang in der Sturmspitze für Torgefahr sorgen.

    Und Schwarz-Gelb legte von Anpfiff weg den Vorwärtsgang ein und spielte sofort mit schnellen Ballstafetten nach vorne. Den ersten Angriff dieser Partie hatte aber Augsburg nach drei Minuten – über mehrere Stationen landete der Ball auf der rechten Seite bei Heller, der den Ball in den Strafraum schlug und Augsburg Stürmer Finnbogason kam zum Kopfballabschluss, aber Bürki hielt den Ball sicher, warf den Ball schnell ab und leitete einen Dortmunder Konter ein. Kagawa wurde nach einem Pass eines Mannschaftskollegen angespielt, marschierte nach vorne, wurde nicht angegriffen und zog aus etwas mehr als 20 Metern Torentfernung, zentrale Position ab, aber Hitz, der Augsburger Keeper streckte sich erfolgreich und parierte den Ball; Pulisic kam über links angerannt und setzte zum Nachschuss an, aber ein Defensivspieler des Gastgebers blockte den Ball zur Ecke ab. Und diese Ecke führte anschließend, sehr zur Freude aller Anhänger in Schwarz-Gelb, zur frühen Führung für den BVB.

    0:1 Yarmolenko ("03+01". Spielminute) = Kagawa brachte den Ball über die linke Eckballseite halbhoch, scharf und präzise in den Strafraum, wo der Ball von zwei Augsburger leicht abgefälscht wurde und der Ball landete vor die Füße von Yarmolenko, der mit dem Rücken zum Tor stand und die geniale Idee hatte, den Ball aus kurzer Distanz mit der Hacke ins Tor zu schießen.

    Was für ein Auftakt für die Borussia und was für ein Tor von Yarmolenko, der seinen ersten Bundesligatreffer erzielte. Dieses Tor zeigte einmal mehr, dass der BVB die schönsten Tore erzielt. Und das 1:0 beflügelte den BVB und die Schwarz-Gelben spielten weiter nach vorne. Dortmund ließ den Ball sehr gut in den eigenen Reihen laufen und das Spiel lief von Anfang an sehr flüssig. Im Borussen-Spiel war sofort viel Bewegung und Tempo drin und Augsburg war erst einmal bemüht, defensiv sicher und kompakt zu stehen. Bosz´s Truppe überzeugte mit ansehnlichen Spiel, tollen Kombinationsfußball und der BVB versuchte schnell, ein zweites Tor nach zu legen. In der 10. Spielminute gab Yarmolenko auf der rechten Seite einen Flachschuss ab, aber Hitz war zur Stelle und hielt den Ball sicher. Wenige Sekunden später spielte der Gastgeber den zweiten Angriff heraus und dieser führte, sehr zum Ärger der Borussia, zum unnötigen Ausgleichstreffer.

    1:1 Caiuby (11.Spielminute) = Nach einem missglückten Klärungsversuch und Querschläger von Bartra flog der Ball auf die linke Mittelfeldseite zu Max; der Augsburger marschierte samt Ball nach vorne, wurde nicht angegriffen und flankte den Ball hoch und scharf in den Strafraum, wo Caiuby das Duell gegen seinen Gegenspieler Toljan gewann, hochstieg und den Ball aus kurzer Entfernung ins Tor köpfte.

    Da war er der Ausgleich und Dortmund verteidigte in dieser Situation ganz schlecht. Ausgangspunkt war, dass Max, der Flankengeber, überhaupt nicht angegriffen, geschweige denn, gestört wurde. Der Abwehrspieler konnte völlig unbedrängt den Ball in den Strafraum flanken und so das Tor vorbereiten. Auch im Strafraum stimmte die Zuordnung und Absicherung der Dortmunder Hintermannschaft nicht und so hatte Caiuby keine allzu großen Schwierigkeiten, den Treffer zu erzielen. Die Abwehr der Borussia muss zukünftig enger am Flankengeber stehen und Spieler am flanken zu hindern. Der BVB kassierte mit dem Ausgleich auch gleichzeitig den zweiten Gegentreffer in der laufenden Bundesligasaison.

    Dennoch ließ der BVB sich nicht aus der Ruhe bringen und zog ihr gewohntes Spiel fort. Mit schnellen, einfachen Pässen und manchmal auch mit Doppelpässen spielte Dortmund zügig nach vorne, kam häufig in die gefährliche Zone, aber im letzten Drittel fehlte es noch an Genauigkeit.

    In der 15. Spielminute hatte Aubameyang die große Chance, den BVB wieder in Führung zu bringen – Bartra wurde angespielt, ging über die Mittellinie, halblinke Mittelfeldseite, nach vorne und spielte einen punktgenauen und tollen Pass zu Aubameyang, der im Strafraum aus gut 13 Metern zum Torschuss kam, aber Hitz parierte den Abschluss stark und verhinderte das 1:2. Aubameyang bestritt mit diesem Spiel gegen Augsburg sein 200. Bundesligaspiel für den BVB.

    Die ersten 15 Minuten der Partie waren toll mit anzusehen. Beide Teams spielten mutig nach vorne und der BVB überzeugte mit vielen Offensivaktionen. Augsburg lauerte auf Fehler der Schwarz-Gelben, um anschließend mit den Spielern, wie Caiuby, Heller, Gregoritsch und Finnbogason, zu kontern. Dortmund hatte hohen Ballbesitzanteil und ließ den Gastgeber kaum Zeit zum durchatmen.

    Anschließend legte das Spiel eine kleine Pause ein – beide Abwehrreihen standen nach gut 20 Minuten Spielzeit besser hinten drin und verteidigten kompakter, sodass die jeweils andere Mannschaft es nicht mehr schaffte, zum Abschluss zu kommen. Das Spiel fand größtenteils im Mittelfeld und somit vor den beiden Strafräumen statt. Als sich alles auf dem Rasen noch mehr beruhigte, sorgte der BVB, dank tatkräftiger Unterstützung von Augsburg, für das nächste Tor und dieser Treffer bekam das Prädikat „Tor des Jahres“.

    1:2 Kagawa (23.Spielminute) = Bartra spielte Dahoud an, der den Ball zu Sokratis weiterleitete; der Dortmunder Kapitän schlug den Ball aus halbrechter Seite, noch in der eigenen Hälfte, nach vorne und nahe der Strafraumlinie kam es zu einem folgenschweren Abstimmungsfehler zwischen Max und Hinteregger und Aubameyang schnappte sich den Ball, spielte Yarmolenko an, der sofort den Ball zu Kagawa weiterleitete und der Japaner lupfte anschließend den Ball in Weltklasse-Manier halbrechts im Strafraum direkt über Hitz drüber und der Ball schlug im linken oberen Toreck ein.

    Wow. Wow. Wow. Was für ein geniales, brillantes und überragendes Tor von Kagawa. Borussia Dortmund kann in dieser Saison nur traumhafte Tore erzielen. Und Dortmund spielte weiter nach vorne und versuchte, schnell einen dritten Treffer zu erzielen.

    In der 27. Spielminute wurde Pulisic ziemlich rüde von den Beinen geholt und es gab Freistoß für den BVB; der Augsburger Opare bekam, sehr zur Überraschung, keine gelbe Karte. Kagawa führte die Standardsituation nahe der linken Torauslinie, vor dem Strafraum, aus und brachte den Ball in den Strafraum; im Sechzehner kam ein BVB-Akteur zwar zum Kopfball, aber der Ball flog nicht ganz in Richtung Augsburger Kasten und der Gastgeber konnte die Gefahr mit einem Befreiungsschlag bereinigen.

    Nach einer halben Stunde war es weiterhin ein sehr gutes Bundesligaspiel gewesen. Zwar gab es immer mal wieder kleine Phase, wo nichts auf dem Rasen passierte, aber wenn dann etwas passierte, wurde es sofort gefährlich und zwar auf beiden Seiten. Dortmund spielte sehr dominant, überzeugte vorallem im Offensivbereich und drückte auf den nächsten Treffer.

    Und in der 33.Spielminute vergab Aubameyang kläglich das sichere 3:1. Nachdem sich der BVB in der eigenen Hälfte befreien und den Ball erobern konnte, wurde Bartra angespielt und spielte einen tollen Pass nach vorne und Aubameyang sprintete samt Ball alleine auf das Tor von Hitz zu; im Strafraum machte Aubameyang ein, zwei, drei Übersteiger, versuchte an Hitz vorbei zu gehen, aber der Keeper der Augsburger, fuhr das Bein aus, blockte den Ball weg und Augsburg bereinigte die Situation. In dieser Szene musste Aubameyang einfach das 3:1 machen – einfach drauf schießen und das Tor erzielen und nicht so viel „Kasperletheater“ vor dem Kasten veranstalten.

    Anschließend wurde das Spiel etwas kampfbetonter und härter in den Zweikämpfen. Vorallem Augsburg langte das eine oder andere Mal ganz schön hin, foulte den einen oder anderen BVB-Akteur ziemlich hart, aber Schiedsrichter Fritz hatte keine Absicht, die gelbe Karte zu zeigen.

    Ein paar Minuten vor der Halbzeit konnte man resümieren, dass Dortmund ein sehr ordentliches Auswärtsspiel hinlegte, aber es verpasste, noch höher zu führen. Im letzten Drittel blieb Schwarz-Gelb in einigen Aktionen zu unkonzentriert und unpräzise im Abschluss.

    In der 40.Spielminute gab Koo auf Augsburger Seite einen Distanzschuss ab, aber der Ball ging weit links am Tor vorbei.

    In der 42.Spielminute gab es einen Luftzweikampf zwischen Sokratis und Finnbogason, wo der Augbsurger Stürmer mit dem Ellenbogen voll den Hals des BVB-Kapitäns traf, aber wieder zeigte Fritz keine gelbe Karte.

    Eine Minute später gab es mal wieder einen BVB-Angriff – über die Stationen Yarmolenko, der sehr spielfreudig und sehr aktiv war, und Piszczek, landete der Ball im Strafraum, wo Dahoud zum Schuss kam und der Abschluss wurde für Hitz gefährlich, da der Ball noch leicht abgefälscht wurde.

    Bis zur Nachspielzeit passierte nichts mehr auf dem Rasen, aber da hatte Schwarz-Gelb, in der Person von Kagawa, die Chance zum 3:1 – Pulisic wurde nahe der linken Strafraumseite angespielt, steckte den Ball mit einem tollen Pass durch die Augsburger Abwehrreihe durch und Kagawa kam im Strafraum aus wenigen Metern zum Torschuss und der Ball ging knapp über das Gehäuse. Danach pfiff Fritz zur Halbzeitpause und mit einem knappen 2:1 für die Borussia, gingen beide Teams in die Kabine.


    Der Spielverlauf – Zweite Halbzeit

    Mit Anstoß für Augsburg und ohne Wechsel auf Dortmunder Seite ging es in die zweiten 45 Minuten. Die Sonne kam mit Anpfiff heraus und wettermäßig war es nun einfach nur top zum kicken.

    Im Gegensatz zur ersten Hälfte begann der zweite Durchgang sehr ruhig und gemäßigt. Augsburg verzeichnete aber in den Anfangsminuten deutlich mehr Ballbesitz und spielte nun mutiger nach vorne. Dortmund reagierte abwartend und ließ den Gastgeber das Spiel machen.

    In der 52.Spielminute schlug Max den Ball per Ecke in den Strafraum, wo Bürki mit einer Hand den Ball in die Luft faustete und am Ende kam Gregoritsch zum Kopfball, aber BVB-Schlussmann Bürki, hielt den Ball sicher. Von Dortmund sah man vorerst nichts und Augsburg war die Mannschaft, die eindeutig besser aus der Kabine kam.

    In der 54. Spielminute wurde eine Ecke von Augsburg durch Bartra geklärt, aber aus dem Hinterhalt kam Baier zum Schuss und der Ball flog knapp über das Tor. Augsburg investierte gegenüber Dortmund deutlich mehr im Spiel, spielte mutig nach vorne und kam zu Abschlüssen. Dortmund spielte sehr auf Sicherheit und es traten immer mehr Probleme auf.

    Nach 10 gespielten Minuten im zweiten Spielabschnitt konnte man festhalten, dass Dortmund spielerisch nichts mehr zeigte und Augsburg nach und nach den Druck erhöhte. Auffällig war, wie schon öfters in diese Spielzeit, dass Bürki´s Befreiungsschläge und Abschläge häufig im Aus oder vor die Füße von Augsburger Spieler landeten. Die Fehlpassquote auf Borussen-Seite wurde von Minuten zu Minute höher und es war als BVB-Fan nicht mehr schön anzusehen, was die 11 BVB-Spieler auf dem Rasen fabrizierten.

    In der 57. Spielminute folgte der erste Wechsel beim BVB – Castro kam für Dahoud in die Partie. Eine Minute später leistete sich Pulisic einen Fehler und Augsburg spielte schnell nach vorne; am Ende kam Gregoritsch zum Schuss, aber sein Versuch wurde noch von einem Borussen abgefälscht.

    Wenige Augenblicke später brachte Max den Ball per Ecke in den Strafraum, wo Caiuby zum wichtigen Kopfball kam, aber Bürki verhinderte mit einem Riesenreflex den 2:2-Ausgleich.

    Nach 15 Minuten im zweiten Teil des Spiels war festzustellen, dass nur noch Augsburg Offensivakzente setzte. Von Dortmund kam weiterhin nichts und der Ball wurde planlos von hinten nach vorne geschlagen. Dortmund verlor zu schnell den Ball, agierte ungewohnt ballunsicher und verlor viele wichtige Zweikämpfe. Auch das Dortmunder Aufbauspiel funktionierte nicht mehr und Schwarz-Gelb hatte arge Probleme gegen nun früh störende und früh attackierende Augsburger.

    In der 63.Spielminute sah dann endlich ein Spieler von Augsburg, nämlich Caiuby, mal die gelbe Karte. Anschließend folgte der zweite Wechsel bei Dortmund – Philipp kam für Yarmolenko ins Spiel.

    In der 66.Spielminute konnte wieder einmal, wie so oft im Spiel, Max ungehindert eine Flanke schlagen und im Strafraum kam Gregoritsch zum Kopfball, aber Bürki war zur Stelle und hielt den Ball. Dortmund lieferte mittlerweile einen schlechten Auftritt ab; einzig Bürki hatte noch Normalform. Die Feldspieler vom BVB machten viele, einfache Fehler und Augsburg hätte den Ausgleich zu diesem Zeitpunkt absolut verdient gehabt. Der BVB schaffte es nicht, das eigene Spiel durch längeren Ballbesitz zu beruhigen und zu sichern. Wichtige Zweikämpfe gingen verloren und läuferisch liefen einige Spieler den Augsburgern hinterher.

    In der 69. Spielminute trat Caiuby den Dortmunder Piszczek fies auf den Knöchel, aber die fällige Karte, in dem Fall wäre es gelb-rot gewesen, blieb aus.

    Gut 20 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab es endlich den ersten Abschluss von Borussia Dortmund – Weigl spielte Pulisic an, der den Ball über die halbrechte Seite, nahe des Strafraums, in den gefährlichen Bereich spielte, und im Strafraum kam Aubameyang zum Kopfball und Hitz parierte den Abschluss gut.

    Zwei Minuten später sah Toljan auf Seiten von Dortmund, berechtigterweise die gelbe Karte.

    Und dann, ab der 75.Spielminute wurde es für ein paar Minuten kurios auf dem Platz. Nach einem Foul von Heller an Toljan, gab es Freistoß für Dortmund. Castro führte die Standardsituation aus, schoss den Ball in den Strafraum, wo Hitz den Ball aber sicher fing. Der Augsburger Keeper machte das Spiel anschließend schnell und Heller sprintete im Laufduell gegen Pulisic über die rechte Seite, nach vorne. Am Ende passte der Außenspieler den Ball in den Strafraum, wo Cordova nahe dem ersten Pfosten zum Schuss kam, aber sein Versuch wurde von Toljan abgefälscht. Bevor Augsburg die Ecke ausführte, hatte plötzlich Fritz mit Dr. Drees Funkverkehr. Nach wenigen Augenblicken lief Fritz zum mittleren Spielfeldrand, schaute sich eine Szene an, zeigte dann in der Luft das Videobeweis-Zeichen und pfiff, sehr zum Erstaunen aller Beteiligten, auf Foulelfmeter für den BVB. Bei der Aktion, wo Castro den Ball in den Strafraum schlug, wurde Piszczek von Koo im Strafraum lange am Trikot gehalten und der Pole fiel zu Boden. Ein Elfmeter, den man geben muss. Aubameyang schnappte sich den Ball und übernahm die Verantwortung. Nach Freigabe des Strafstoßes lief der Gabuner an und chippte den Ball total lasch und ohne Speed auf das Tor, sodass Hitz keine Probleme hatte, den Ball zu fangen. Was für eine arrogante und hochnäsige Aktion von Dortmunds-Topstürmer. In dieser Situation, bei diesem knappen Spielstand, musste er das dritte BVB-Tor per Elfmeter erzielen.

    In der 81.Spielminute folgte der letzte Wechsel bei Schwarz-Gelb – Toprak kam für Kagawa in die Partie.

    Aufgrund des knappen Vorsprungs für den BVB wurde es eine spannende Schlussphase. Augsburg mobilisierte noch einmal alle Kräfte und versuchte mit weiteren, neuen Offensivaktionen, noch zum Ausgleich zu kommen. Dortmund, das weiterhin eine sehr schwache Leistung im zweiten Spielabschnitt bot, quälte sich mittlerweile und sehnte sich nach dem Schlusspfiff.

    In der 86.Spielminute wurde Thommy nach einem Einwurf eines Mitspielers im Strafraum angespielt, passte den Ball zu Caiuby, der mit vollem Risiko abzog, aber der Ball ging über das Tor. Zwei Minuten später holte Augsburg Opare BVB-Spieler Philipp von hinten brutal von den Beinen und war mit der gelben Karte am Ende sehr gut bedient.

    Dortmund bangte und zitterte um den Auswärts-Dreier. Eines stand kurz vor Schluss fest – die zweite Halbzeit war die schlechteste BVB-Hälfte unter Bosz in der Spielzeit 2017/2018.

    In der 89.Spielminute passte Castro den Ball hoch in den Strafraum und am zweiten Pfosten kam Pulisic zum Kopfball und der Ball ging über das Tor. Im Gegenzug flankte Opare den Ball in den Sechzehner und Caiuby kam erneut zum Abschluss, aber wieder ging der Ball über den Kasten.

    Nach 90 Minuten wurden vom vierten Offiziellen fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt – 5 Minuten Hoffnung für Augsburg, um doch noch zum Ausgleich zu kommen und 5 Minuten bangen für Dortmund.

    Und der Gastgeber, der in der zweiten Halbzeit insgesamt die klar bessere Mannschaft war, warf noch einmal alles nach vorne. In der 92.Spielminute kam zum wiederholten Male Max zum Flankenball und der Ball erreichte zwar keinen Mitspieler, dennoch ging der Ball knapp am Tor vorbei. Eine Minute später schlug ein Defensivspieler des BVB´s den Ball per Befreiungsschlag nach vorne und es kam zum Duell Aubameyang gegen Opare. Der Augsburger senste Aubameyang voll um, aber es kam kein Pfiff von Fritz und das Spiel lief weiter. Eine sehr fragwürdige Entscheidung von Fritz – im Normalfall hätte es Freistoß für Dortmund geben müssen und Opare hätte durch einen Feldverweis den Platz verlassen müssen.

    Augsburg probierte alles Mögliche, um zum Ausgleich zu kommen und Dortmund schleppte sich in Richtung Ziellinie. Und Dortmund rettete sich ins Ziel und nach 96 Minuten und 36 Sekunden pfiff Schiedsrichter Fritz die Partie ab und man konnte beim BVB große Erleichterung sehen und spüren. Borussia Dortmund feierte einen knappen, glücklichen Auswärtssieg und bleibt unangefochten weiter der Liga-Primus in der Fußball-Bundesliga. Ein Team, das solche „dreckigen“ Spiele gewinnt, der wird am Ende…

    Die Leistung von Schiedsrichter Marco Fritz
    Für das Schirigespann war es keine leichte Aufgabe, die Partie zwischen Augsburg und Dortmund zu leiten. In einigen, kniffligen Szenen und Entscheidungen lag Fritz richtig – insbesondere, nach dem Videobeweis auf Foulelfmeter für den BVB zu entscheiden. Dennoch versäumte es Fritz, Spieler von Augsburg, die teilweise
    ziemlich hart gegen BVB-Spieler foulten, früher gelbe Karten zu zeigen. Vorallem die Augsburger Kicker Caiuby und Opare hatten Glück, dass sie von Fritz nicht vom Platz gestellt wurden.
    Schiedsrichternote 4,5


    Meine persönliche Notenvergabe für die eingesetzten BVB-Spieler

    Bürki (3,0), Piszczek (4,0), Sokratis (3,0), Bartra (3,0), Toljan (4,0), Weigl (3,5), Dahoud (3,5), Kagawa (3,0), Yarmolenko (3,0), Pulisic (3,5), Aubameyang (6,0 -) / Castro (3,5), Philipp (3,5), Toprak (3,5)

    Die BVB-Spieler des Spiels
    Yarmolenko und Kagawa = Die beiden Offensivspieler waren diejenigen, die die zwei BVB-Tore erzielten und jeweils ein Tor vorbereiteten. Yarmolenko erzielte mit einem Hackentor das 1:0 für den BVB und war auf der rechten Offensivseite immer gefährlich und leitete in der ersten Hälfte viele Dortmunder Angriffe mit ein. Den zweiten Treffer legte der Ukrainer vor. Kagawa war es gewesen, der die Ecke in den Strafraum brachte, aus der das 1:0 für Schwarz-Gelb fiel. Seinen ganz großen Moment hatte Kagawa in der 23. Spielminute, als er mit einem Weltklasse-Tor, in Form eines Lupfers, das zwei BVB-Tor erzielte. Kagawa zeigte insgesamt bis zu seiner Auswechslung eine ordentliche Leistung, vorallem in der ersten Hälfte, war er an vielen Angriffsaktionen mit beteiligt und war sehr präsent auf dem Platz und immer anspielbereit.

    Das nächste BVB-Spiel

    Nach dem erfolgreichen, aber glücklichen Sieg in Augsburg pausiert die Bundesliga und viele BVB-Spieler reisen zu ihren Nationalmannschaften, um WM-Qualifikationsspiele, zu absolvieren. Drücken wir BVB-Anhänger ganz fest die Daumen, dass alle gesund zurück kehren. Am Samstag, den 14. Oktober 2017 um 18:30 Uhr empfängt der BVB am 08.Spieltag der Fußball-Bundesliga zu Hause RB Leipzig und versucht, mit einem weiteren Sieg, die Tabellenführung zu verteidigen.
     
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