Manuel Akanji - Nr. 16

Dieses Thema im Forum "Mannschaft & Management" wurde erstellt von Forenteam, 15. Januar 2018.

  1. leipzig09

    leipzig09 Leistungsträger

    Konservative Behandlung ist m.M.n. eine Möglichkeit, die aber um ein Vielfaches eher wieder zur gleichen Verletzungen führt bzw.
    andere Verletzungen begünstigt.

    Manchmal wird z. B. ein Teilriss des Kreuzbandes konservativ durch verstärkten Muskelaufbau zur Stärkung des Knies behandelt.
    Konkret bedeutet das, dass das Kreuzband de facto beschädigt, d.h., trotz verstärkter Muskulatur verletzungsanfällig bleibt.

    Ich bin kein Mediziner, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass ein Teilanriss trotz verstärkter Muskelpartien eben so lange ein Teilanriss bleibt, bis das Kreuzband "geflickt" wird.
    Ob man dem Sportler, dem Menschen, da einen Gefallen damit tut, möchte ich deshalb in den allermeisten Fällen bezweifeln und sehe dieses Handeln daher sehr kritisch.
    Denn letztlich geht es den meisten Vereinen/Trainern vordergründig darum, dass ein Spieler schnellstmöglich wieder auf dem Platz steht und für den Verein "liefert".
    Profisport eben!

    Im Zweifel würde ich somit für eine richtige Heilung stimmen und wenn diese eine OP erforderlich macht, dann muss diese ohne Wenn und Aber durchgeführt werden.
    Bei Akanji sollte, bei einer diesbezüglichen Abwägung, immer im Vordergrund stehen, eine nachhaltige Heilung zu erreichen, die dazu führt, dass er, bezogen auf diese Verletzung, keinerlei Nachwirkungen hat.
    Besser ein Akanji operieren und topfit zur nächsten Saison, als jetzt mit der Gefahr zu leben, ihn kurzfristig wieder einzusetzen und langwierige Nachfolgeverletzungen zu riskieren.

    Da wir mit Diallo, Zagadou und Toprak drei IV haben, jetzt noch Belardi dazu kommt und Weigl als Aushilfs-IV auch nicht die schlechteste Figur abgibt, sollte die Not nicht sehr groß oder eigentlich gar nicht existent sein.
    Denn solche massive Ausfälle, wie zum Ende der Hinrunde, sind eher die Ausnahme, als ein sich so massiv wiederholendes Ereignis.

    Im Übrigen war ich gestern in der Soccerworld Leipzig Fußballspielen.
    Da ist granulierter Kustrasenbelag.
    Einer meiner Jungs (35 Jahre alt, top Gewicht und durchtrainiert) hat sich dabei nur leicht das Knie verdreht.
    Er spielt seit knapp einem Jahr mit einem konservativ behandelten Teilanriss des Kreuzbandes.
    Im Ergebnis der leichten Verdrehung hat er jetzt einen Totalriss und die Arschkarte.
    Obwohl es spekulativ ist, ob es ohne das teilgerisse Kreuzband nicht auch passiert wäre, sehe ich da schon einen gewissenen Zusammenhang.
    Denn ich habe das genau beobachten können und es war wirklich nur eine minimalste Verdrehung des Knies.
    Dieser Unfallverlauf hat meine Meinung zu dem Thema bedauerlicherweise quasi untermauert.
     
  2. nadine

    nadine Informationsministerin * BFD - Mitglied *

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