Unsere Mannschaft

Dieses Thema im Forum "Mannschaft & Management" wurde erstellt von Forenteam, 29. August 2017.

  1. Zazou09

    Zazou09 Führungsspieler BFD - Vorstand

    @Salecha , da stimme ich dir voll und ganz zu.
    Der Slogan der Bazen ist, wie sie selbst: Ich-Bezogen, arrogant aber auch zielstrebig. Das mit dem "Schwiegermuttertyp" kann ich da auch nur abnicken. Ja, unsere Spieler machen so maches Mal einen zu "hübschen" (äußerlich aber man möchte den Ball auch meist kompliziert und schön gespielt ins Tor tragen) und braven, eben nicht gerade bissigen Eindruck.

    Schätze wir alle bekommen in den meisten Spielen hier und da mal die Kriese, wenn der Ball nochmal und nochmal quer geschlagen wird oder man versucht durch klein-klein sich vor dem gegnerischen Tor durchzuwürsteln... Anstatt auch mal aus der 2. Reihe abzuziehen.
     
  2. Salecha

    Salecha Leistungsträger * BFD - Mitglied *

    genau das meinte ich ja, dass der Slogan der Bayern da einfach eine ganz andere Aussage hat.

    und warum nicht, das sind doch alle, mehr oder weniger gestandene Männer. Muss man denen denn jedesmal sagen um was es geht? Das sollten die doch in dem Alter doch schon wissen. Da braucht es doch nicht jedesmal einen Trainer, der ihnen das sagt. Und selbst wenn er es ihnen eintrichtert, dann müssen die Spieler doch mal aufstehen und sagen, dem Gegner zeigen wir es aber.
    Die verdienen alle ein Haufen Geld, wissen alle (zumindest die Meisten) wie man sich in sozialen Netzwerken präsentiert, da sind viele Weltmeister drin, aber auf dem Platz bekommen sie es nicht hin? Und das angeblich nur, weil ein Trainer ihnen vielleicht sagt, dass sie etwas vorsichtig an die Sache ran gehen sollen? Also sorry, das ist für mich dann schon etwas zu einfach, immer die Schuld beim Trainer zu suchen.
    Bezüglich München und Kovac, der hatte ja schon "verloren" bei einem Teil der Spieler und bei einigen Fans bevor er dort angefangen hat. Und da wurde teilweise extrem gegen den Trainer gespielt (aber das ist jetzt o.T.)
     
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  3. Heinerich

    Heinerich Führungsspieler BFD - Vorstand

    Ich bin da nicht so sicher, ob "man" denen das nicht immer wieder mitteilen muss.
    Wenn wir schon beim Vergleich Batzen und BVB sind, dann ist da ja nun erst einmal ein Kader, ausm Süden, der stabil und über einen langen Zeitraum zusammen spielt.
    Das macht zumindest auch schon mal ein "Wir-Gefühl" leichter, als bei einem Kader, bei dem, z.T. entscheidende Spieler, bereits jetzt wissen, dass sie in 2-3 Jahren nicht mehr dabei sind.
    Wenn solche Spieler nun auch noch wissen und/oder ahnen, dass ihr Marktwert auch dann "stabil" bleibt, wenn sie eben nicht dauerhaft "Spitze" sind, dann muss der Verein (Führung/Trainer) viel stärker"motivierend" eingreifen.
    Für mich bedeutet das:
    entweder man ändert ernsthaft die Verpflichtungsstrategie und holt vielleicht eher das zweitbeste Talent, dass dann aber mal 5 Jahre dabei bleibt oder man holt einen Trainer, der auf der Ebene der Motivation massiv viel bewegen kann. Oder natürlich beides!!?
    Und natürlich müssen Fans und/oder Finanzen mitspielen, wenn eine andere Verpflichtungsstrategie dazu führt, nicht ständig CL spielen zu können, sondern vielleicht mal einige Jahre EL "genügen" muss.

    Und dann noch die veränderten "Mentalitäten" und eine stärkere "Ich-bezogenheit", bei Menschen, die leistungsstärker sind. Ich hab das, beim Coaching von Führungsnachwuchskräften, bereits vor Jahrzehnten feststellen "dürfen". Stabile langfristige Tätigkeiten wurden da (immer häufiger) gar nicht angesprochen, sondern "Karrierepläne", die auf 3-Jahresrhytmen aufbauten. Das Unternehmen diente da auch "nur" als "Sprungbrett", zur Verwirklichung der persönlichen Ziele. Viele Spieler verhalten sich also gar nicht so anders, wie die "Führungskräfte"/"Nachwuchsführungskräfte" in der Wirtschaft ...
    Zeitgeist!!??
     
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  4. leipzig09

    leipzig09 Führungsspieler * BFD - Mitglied *

    Ja, warum nicht?
    Ich möchte nachfolgend einmal versuchen, Dir meine Meinung zu erklären und damit Deine Frage zu beantworten.

    Weil es gefühlt 100 unterschiedliche Charaktertypen in einer Mannschaft bzw. einem Verein gibt.
    Leider verpflichteten wir nach der erfolgreichen Zeit mit Klopp eine gewisse Zeit nur technisch auftretende Spielertypen.
    Diese definieren sich zumeist weniger als die Spieler, die in Extremsituationen übermäßig vorangehen, andere aufmuntern, die Ellenbogen ausfahren, etc.
    Dafür benötigt es die Daleneys, Cans Benders, Kehls, Sammers, etc.

    Wenn diese Mischung nun ins Ungleichgewicht kommt, hat das in aller Regel keine positiven Auswirkungen.
    Watzke gab das vor einiger, längerer, Zeit sogar mal in einem seiner Interviews zu und gelobte Veränderung.
    Passiert ist in diese Richtung eigentlich erst lange Zeit später etwas.

    Sind nun in einem Team die technisch sehr guten Spieler überdeutlich in der Überzahl, passiert es nun einmal, dass es gegen extrem tief stehende und zudem über sehr große Härte (auch Unfairness) kommende Gegner, Defizite im Gegenhalten gibt.
    So, wie in den letzten Jahren oft gesehen.
    Oft wird dadurch eine fehlende Willensstärke abgeleitet, die ich jedoch bei nur wenigen so sehe.

    Genau an dieser Stelle kommt der Typ des Trainers ins Spiel.
    Das meine ich unabhängig zu LF !!!
    Dann bedarf es eines Trainers, der puscht, puscht und nochmals puscht.
    Denn in aller Regel lassen technisch gute Spieler dann die Köpfe hängen, wenn sie auf harte Gegenwehr stoßen.
    Das kann man ihnen sogar nicht einmal groß vorwerfen, weil das richtig Gegenhalten bzw. eine ebensolch harte Gegenwehr viel weniger in deren Genen verankert ist, als bei denen, die von Natur aus die "Kampfschweine" sind.
    Genau deshalb ist es ja so wichtig, da ein sehr ausgewogenes Team zusammenzustellen.

    Favre ist aber, leider, genau das Gegenteil von dessen, was unsere "Weicheier" brauchen.
    Auch die jungen Spieler brauchen in solchen Momenten ausdrucksstarke Hilfe, sprich Ansporn von der Seitenlinie.
    Favre kann das nicht.
    Auch wenn er versucht, anders herüberzukommen, kommt er über Ansätze nicht hinaus.
    Diese wirken zudem aufgesetzt und verlieren m.M.n. dadurch ihre Wirkung.
    Zu all dem kommt dann noch Favres Vorsichtigkeit hinzu.
    Favre ist eben Favre, er ist quasi, wie Mutter Natur ihn charakterlich geschaffen hat.

    Wenn also die Struktur des Kaders ist, wie er nun einmal ist, dann kann man weniger erwarten, dass sich die Spieler wehren.
    Da ist ganz einfach ein Trainer mit hohen Motivationsfähigkeiten gefragt.
    Leider steht Favre aber mit seinem Block und blauen Stift schreibend an seiner Bank, anstatt die Spieler zu puschen.

    Ich will nicht Klopp zurück, aber es ist wohl nicht schwer, sich vorzustellen, was ein Trainer mit unserer Mannschaft bewerkstelligen könnte, hätte er deutlich bessere Motivationsfähigkeiten.

    Es besteht also sehr wohl ein direkter Zusammenhang zwischen der Spielertypen und dem Trainer.
    Man sagt nicht umsonst, dass bestimmte Typen vom Trainer einen Tritt in den Hintern benötigen, andere (wie z.B. damals Sammer) sich praktisch von alleine motivieren.
    Und, das alles unabhängig von Millionengehältern.

    Mithin braucht es m.E.n. sehr wohl einen emotionsstarken Trainer, um aus diesem starken Kader, eine Mannschaft zu formen, in der jeder in jeder Minute alles fürs Team gibt.
    Nicht abtaucht.
    DAS wäre dann unsere, eine auch kämpfen könnende Mannschaft
     
  5. Susi

    Susi Stammspieler

    Find ich auch ein ganz wichtiger Gedanke, der glaube ich auch ein zentraler Punkt ist, warum wir immer wieder Leistungseinbrüche haben. Ich sehe es bei unserem Fußball aufgrund unserer offensiven Spielweise als sehr wichtig an, dass sehr früh und sehr schnell verteidigt wird, wenn der Ball in der Offensive verloren geht, damit die hochstehende Abwehr nicht in Bedrängnis gerät. Sicherlich kann Favre dann immer wieder betonen, dass es wichtig ist, früh gegnerische Angriffe zu unterbinden, aber ohne "Wir-Gefühl" ist das nur halb so effektiv.

    Am Bild von Sancho zeigt sich das für mich am deutlichsten. Klar am Ball ist er überragend und ohne ihn würden wir wohl nur halb so viel Tore schießen. Aber seine Arbeit nach hinten lässt manchmal zu wünschen übrig und er lässt meiner Ansicht nach zu oft unsere Abwehr im Stich. Wenn ich das richtig interpretiert hab, dann ist das auch das Problem, wovon Hummels nach dem Schalke Spiel bei Sky gesprochen hat, als er sagte, dass er wüsste, was bei Niederlagen wie die gegen Lazio schief läuft, es aber nicht öffentlich sagen will wegen drohender Schlagzeilen. Im gleichen Atemzug hat er auch ausdrücklich die offensiven Spieler für ihr frühes Stören gelobt und dass dadurch Schalke alle Mittel für offensive Angriffe genommen wurde.

    Finanziell gesehen sind Spieler wie Sancho natürlich unsere finanzielle Lebensversicherung. Für uns Fans und Spieler zählen Erfolge zwar mehr, aber aus Vereinsicht, kann ich die Strategie, Talente teuer zu verkaufen, nachvollziehen. Ein "Wir-Gefühl" wird so in der Mannschaft aber vermutlich nicht entstehen.
     
  6. Heinerich

    Heinerich Führungsspieler BFD - Vorstand

    Ist das so? Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass wir finanziell nicht überleben können, wenn nicht "immer wieder" ein Sancho, Dumbele etc. eingekauft werden können!
    Ganz an der Spitze, sind bei uns betriebswirtschaftlich denkende und handelnde Personen; was gut ist. Die Frage (die ich aber nicht einschätzen und beantworten kann) ist, ob dadurch nicht auch betriebswirtschaftliche Zwänge, aufgrund der Konstruktion GmbH & Co. KGaA, entstehen, die eine Entwicklung, hin zu einer stabilen dauerhaften Mannschaftsstruktur, auch behindern.

    Ich denke, dass zumindest Fans das unterschiedlich sehen. Ich persönlich könnte gut damit leben, mal einige Jahre "nur" EL zu spielen und dafür gute Spieler zu halten und ein Gefüge aufzubauen, dass dann ein wirklicher Konkurrent zu den Batzen sein könnte.
     
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  7. Susi

    Susi Stammspieler

    Daran hab ich jetzt gar nicht gedacht, meine Aussage war eher auf die aktuelle Situation rund um Corona bezogen, dass ein Transfer von Sancho wohl einiges vom Schaden mindern wird (vermutlich). Hinsichtlich dem Schritt zurück nur noch das zweitbeste Talent zu holen und dadurch möglicherweise eine stabilere Mannschaft aufzubauen, könnte das wohl ein Hindernis sein.

    Ich seh das eigentlich wie du. Ich hab aber das Gefühl, dass wir da eher in der Minderheit sind. ;)
     
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  8. Heinerich

    Heinerich Führungsspieler BFD - Vorstand

    Bezogen auf die BuLi sehe ich uns durchaus mit dem Potential, zum Topteam, ab dem Platz 2 abwärts. Man muss den Batzen einfach zugestehn, dass sie momentan und vermutlich in der mittelfristigen Zukunft, nicht wirklich einholbar sind. Und mittelfristig wäre, bei uns, anzuraten, eine Strategie eines mittel-, bis langfristigen Teambuildings zu entwickeln. Im Prinzip sind wir, alle 2-3 Jahre, mit einem Neuaufbau bescchäftigt!

    Ja, da erinnere ich auch einige Szenen! Örling wird bisher nie wirklich konsequent eingebunden. Momentan haben wir halt nur ihn. Da könnte der Trainer, wenn er die Fähigkeit dazu hätte, auch das Spiel darauf abstellen.
    Aber wie bei Vorgängern (ich denke da an Bosh), hab ich bei LF das Gefühl, er will die Spieler in sein System "zwingen", statt die Ressourcen zu nutzen, die da sind. Das hat was von "Umerziehung".

    Da will ich noch etwas abwarten! Es könnte länger dauern aber doch wieder ein höheres Leistungsvermögen möglich sein. Sicher bin ich mir da aber nicht.

    Favre ist ein "Problem", weil die Strategie der Führung ein Problem ist. Man hätte ggf. konsequenter einen anderen Weg verfolgen können, der mehr Risiko beinhaltet aber auch die Chance auf eine bessere mittel- bis langfristige Perspektive beinhalten könnte. Ich empfinde unsere Führung auch als, an Sicherheit orientiert. Erreichen von CL scheint das oberste Ziel zu sein.

    Und nu OT:
    Ist er das schon rechtlich sicher? Wenn ja, wäre das ne wirklich gute Nachricht!
     
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  9. leipzig09

    leipzig09 Führungsspieler * BFD - Mitglied *

    Du erinnerst Dich aber doch wohl an 2018/19 oder etwa nicht?
    Da haben die sehr wohl geschwächelt.
    Nur haben wir, MENTALITÄTS- und TRAINERBEDINGT die DM praktisch weggeschmissen.

    Warum wir es in solchen Konstellationen nicht schaffen, da einmal durchzuziehen, ist mit Sicherheit ausschließlich durch uns selbst verursacht.
    Gerade in solchen Momenten ist uns deren Mentalität turmhoch überlegen.
    Mentalität, eine Sache, die weniger (natürlich auch) mit fußballerischer Klasse zu tun hat, sondern eine Charakterfrage ist.

    Da gebe ich Dir sogar weitestgehend recht.
    Bei den genannten und einigen andern dazu, mit Ausnahme von Delaney, Hummels, Can, Haaland, fehlen genau die Mentalitätseigenschaften eines Müller, Kimmich, Alaba, etc.
    Warum wohl schaffen es Spieler, wie Goretzka, Pavard, Gnabry, Coman und viele davor, die zunächst als gute Spieler zu den Bazen wechseln, sich diese Bayern-Mentalität anzueignen?
    Weil es Spieler sind, die entsprechend klug ausgesucht wurden, die den Charakter mitbringen, das, was das "mia san mea" beinhaltet, schnell zu verinnerlichen und sich so von guten zu sehr guten Spielern entwickeln bzw. sich dahin verbessern.

    Gerade weil wir auch immer mit Talenten arbeiten müssen, benötigen wir noch mehr Mentalitäts- und Führungs-TYPEN.

    Aber das ist nicht zuletzt auch eine Frage, der Transferauswahl.
    Denn Mentalität können auch weniger supertalentierte Fußballer mitbringen.
    Man muss diese nur wollen und nicht nur ausschließlich Sancho's etc. verpflichten wollen.
    Einst hat beispielsweise ein fußballerisch limitierter Großkreutz einen echten und wichtigen Stellenwert in das damalige Team eingebracht.
    Warum nicht punktuell auch wieder diesen Weg gehen?

    Beim Vergleich zu KG meine ich jedoch nicht solche Flops, wie z.B. Toljan, Schulz oder Wolf, deren Verpflichtung unter der Maßgabe unserer Zielstellungen, quasi einem finanziellen und sportlichen Selbsttor gleichkam.

    Gegenwärtig sehe ich in Passlack so einen ähnlichen Typ, dem man jedoch unsererseits die Karriere nicht besonders gefördert hat.

    Ich vertrete die klare Meinung, dass wir ohne mentalitätsstarke Spieler nicht ansatzweise eine wirkliche Chance haben, den Bazen näher zu kommen oder sie in einer Saison gar einmal hinter uns zu lassen.
    Und:
    Da kommen jetzt ja auch noch die Dosen hinzu!

    Hier ist Zorc mehr den je gefragt!!!!
     
  10. Salecha

    Salecha Leistungsträger * BFD - Mitglied *

    @leipzig09 du hast u.a. geschrieben:
    In der Saison 2018/19 waren wir an denen dran, haben am Ende alles verkackt.

    kann es sein, dass wir da am Ende 2. waren mit 2 Punkten hinter den Bayern? Verkackt sieht für mich anders aus.
    Warum zieht man immer und immer wieder Ergebnisse aus vergangengen Saisonen hervor.
    Ich habe gestern in einem anderen Forum einen Bericht gelesen, (da ging es allerdings um einen Vorschlag von Freiburg bzgl Verteilung der Fernsehgelder) da wurde angemerkt wie groß der Unterschied beim Marktwert zwischen den Bayern und dem BVB ist. Meiner Meinung nach sind die Bayern ein eingespieltes Spiel, die Spieler, die gehen, können größtenteils 1:1 ersetzt werden, während bei uns es doch fast jedes Jahr einen Umbruch gibt, weil Leistungsspieler wegbrechen.
     
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  11. garfy

    garfy Leistungsträger * BFD - Mitglied *

    Schwächeln würden die Bauern für mich, wenn sie bspw. eine Saison mit 25 Siegen und 9 Niederlagen absolvieren würden, d.h. 75 Punkte holen. Dann wäre es für mich vorstellbar, dass unser BVB die Meisterschale holen könnte, so mit 76-78 Punkten.
    Aber alles was über 80 Punkte geht, ist mMn mit unserem Kader kaum machbar.
     
  12. leipzig09

    leipzig09 Führungsspieler * BFD - Mitglied *

    Verkackt bedeutet:
    1.) Als Tabellenführer nach München, 5:0-Klatsche abgeholt
    2.) Vorher 1:2 in Augsburg
    3.) Danach 2:4 zuhause gegen S04
    4.) Dann noch 2:2 in Bremen gespielt.

    Damit waren 9 Punkte Vorsprung gegenüber den Bazen weg.
    Ich nenne das VERKACKT!

    NICHT weil wir 9 Punkte verloren haben, das kann gegen die Bayern absolut passieren.
    Nein VERKACKT, weil es die Art und Weise war, wie die Ergebnisse zustandegekommen sind.
    - In Augsburg mit einer unterirdischen Leistung
    - In München mit einem Auftritt, für den es beinah keine Worte der Beschreibung gibt.
    - Gegen S04 gibt es noch weniger Worte
    und letztlich der oberdämliche 2:2-Ausgleich durch Pizza in den letzten Spielminuten in Bremen.

    Wir hätten nur ein Spiel (Augsburg oder S04) nicht so VERSCHLUDERN dürfen und wären DM geworden.
    Die Bayern hätten alle Spiele mit 100:0 gewinnen können und hätten trotzdem die Ar....karte gehabt.

    Wenn Du also diesen zweiten Platz als gut ansiehst, ist das Deine Sache, die ich zu respektieren habe.
    Allerdings sehe ich dies, vor allem unter den gegebenen Umständen, als verlorene, nein weggeschmissene DM an.
    In diesem (!) Fall sehe ich, einen ansonsten guten, zweiten Platz als scheiße bzw. harmloser ausgedückt als VERKACKT an.

    Deine Frage, warum man immer Ergebnisse anderer Saisons heranzieht, kann ich Dir (aus meiner Sicht) beantworten.

    Weil es im Sport, positive wie negative, Entwicklungen gibt.
    Entwicklungen von Teams, aber auch von Spielern.
    Wie, wenn nicht mit der Bewertung von bestimmten Zeiträumen, Spiele gegen bestimmte Gegner, etc., will man zu einem aussagekräftigen Ergebnis kommen?
    Mir ist an solchen Bewertungen gelegen, anderen, vielleicht auch Dir, eher weniger.
    Das ist wohl Ansichtssache.

    An den Geschehnissen der Saison 2018/19 lassen sich ebenso, wie mit der Betrachtung von Spielen gegen die Bayern Trends ablesen, die aussagefähige Wertungen zulassen.
    Wenn wir in einem 5-Jahreszeitraum von 11 BL-Spielen gg. die Bayern 2x gewinnen, 1x UE spielen und 8x verlieren, komme ich zu keiner guten Bilanz.
    Denn, wie von mir, aber auch anderen schon geschrieben, liegt es nicht ausschließlich an den objektiv gegebenen Verhältnissen, SONDERN auch an eigenen beschi.. Leistungen.
    Solche Leistungen, die eben zu Ergebnissen wie das erbärmliche 0:6, 0:5, 0:4 und 1:4, mithin zu 8 Niederlagen führen.
    Das Zauberwort für DIESE (!), teils beschämenden, Auftritte heißt zum großen Teil auch FEHLENDE MENTALITÄT!!!!!

    Bei allem Respekt kann MIR keiner, auch Du nicht, wirklich sachlich erklären, warum wir uns Spiel für Spiel, praktisch ohne jedweden Wiederstand zu leisten, derartig abschlachten lassen.
    Wieder und wieder!!
    Mit einem Kader, der mit 100%-tiger Sicherheit sportlich nicht 6 Tore, 5 Tore usw. schlechter ist.

    Das Mindeste, was ich erwarten darf, wir alle erwarten dürfen, ist, Kampf, Wiederstand, Mut und nicht diese Hosenscheißer-Mentalität.
    Wenn wir dann verlieren, ist das zwar auch scheiße, dann kann ich aber damit leben.

    Sich regelmäßig wiederholende (!) derartige Klatschen sind aus meiner Sicht hingegen völlig inakzeptabel.
    Sie bringen unseren BVB international in ein schlechtes Licht und wir werden ganz allmählich zur Lachnummer a la Pillen, wenn es gegen die Bazen geht.
    Ich für meinen Teil kann mit derartigen Niederlagen ganz, ganz schwer leben.
    Mit Niederlagen (übrigens auch gegen Mannschaften wie Augsburg oder Bremen), in der wir wenigsten gekämpft haben, aber vielleicht einen schlechten Tag hatten oder der Schiri scheiße gepfiffen hat, kann ich (zwar schwer) jedoch gut umgehen.

    So geht es jedenfalls mir.
    Ich mache die Bewertung einer Saison oder gegen einen bestimmten Gegner nicht an einem Spiel fest.
    Bei einer Vizemeisterschaft kann das Glas halb voll oder halb leer sein.
    Bei vielen war das Glas halbvoll.
    In der Saison 2018/19 zu 100% weniger als nur halb leer.

    Abschließend:
    Mir geht es nie darum, nur um des Kritisieren willens zu kritisieren.
    Auch nicht um recht zu haben.
    Ich sehe und empfinde das nur so, wie ich es beschreibe.
    Auch das ist der Grund, warum ich versuche, meine Meinung ausführlich zu begründen.
    Natürlich muss ich nicht unbedingt recht haben, aber darum geht es mir, wie gesagt gar nicht.
     
  13. Salecha

    Salecha Leistungsträger * BFD - Mitglied *

    du hast bestimmt mit ganz vielem recht.
    Auch ich bin kein Freund von Niederlagen, aber da eher im eigenen Bereich, sprich im Beruf oder privat. Fußball ist für mich ein netter Zeitvertreib, da ärger ich mich über eine Niederlage, ein schlechtes Spiel oder freue mich über einen Sieg, egal wie der zustande gekommen ist. Was die Jahre zuvor war, ist mir dann irgendwann mal egal und darüber gräme ich mich dann irgendwann nicht mehr (auch wenn ich Niederlagen gegen die Münchner, oder auch die Niederlagen hier in Frankfurt immer mal wieder aufs Tablett geschmiert bekomme). Ich kann die Ergebnisse nicht ändern und schon gar nicht mehr die aus den vielen Jahren davor. Dafür dreht sich die Welt ausserhalb vom Fußball grad eh viel zu schnell und ich habe z. Bspl erst heute zu einer Arbeitskollegin gesagt, dass ich mir gerade vorkomme, wie ein Hamster im Rad.
    Letztendlich bin ich der Meinung, dass unsere Mannschaft - wenn man alle zusammen nimmt - nicht ganz die Qualität hat, wie die der Münchner, warum man es dann teilweise nicht über den Kampf schafft, sondern sich teilweise vor Ende eines Spiels aufgibt.... die Frage kann ich leider nicht beatworten.
     
  14. leipzig09

    leipzig09 Führungsspieler * BFD - Mitglied *

    :prost:
     

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